Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Neuanfang beim Flughafen Bern-Belp abspielen. Laufzeit 03:54 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 04.04.2019.
Inhalt

Zukunft Flughafen Bern Das Belpmoos will Geld von Kanton und Stadt

Bern-Belp soll ein öffentlicher Regionalflughafen bleiben, sagt die Leitung. Allein schaffe er das aber nicht.

Der Flughafen Bern soll künftig eine «moderne Mobilitätsplattform» sein – mit Flugzeugen, aber auch mit Drohnen, elektronischen Flugtaxis und selbstfahrenden Autos. Das ist die neue Strategie des Verwaltungsrats der Flughafen Bern AG. Geprüft – und verworfen – hatte er auch das Ende des Flugbetriebs.

Tiefrote Zahlen

Nach dem Konkurs des wichtigsten Kunden Skywork im Sommer 2018 steckt die Flughafenbetreiberin in grossen Schwierigkeiten. Das Jahresergebnis 2018 weist ein Defizit von rund einer Million Franken aus. Die Flughafenbetreiberin rechnet auch für 2019 mit «tiefroten» Zahlen.

Öffentliche Infrastruktur braucht öffentliches Geld.
Autor: Beat BrechbühlVerwaltungsratspräsident Flughafen Bern AG

Damit die Flughafen Bern AG eine Zukunft habe, brauche es das Engagement der öffentlichen Hand, sagt Verwaltungsratspräsident Beat Brechbühl. Die Stadt Bern als Eigentümerin des Areals könne einen Beitrag leisten, indem sie den Baurechtszins reduziere. Der Kanton Bern könne einen Beitrag leisten, indem er in die Immobilienentwicklung mitinvestiere und an die Kosten für die öffentliche Sicherheit beitrage.

Dem Verwaltungsrat schwebt ein partnerschaftliches Engagement von Privaten und der öffentlichen Hand vor. In diesem Sinn will er eine Infrastruktur AG schaffen, eine Tochtergesellschaft, die für Investitionen in die Immobilienentwicklung da sein soll.

Neuer Flughafenchef kommt aus Payerne

Der neue Flughafendirektor Urs Ryf ist derzeit als selbständiger Unternehmensberater in der Aviatik tätig. In den letzten fünf Jahren hat er in Payerne einen zivilen Flugplatz aufgebaut. «Diesen Auftrag habe ich erfüllt, nun ist ein guter Zeitpunkt für neue Herausforderungen», sagt Ryf im Gespräch mit Radio SRF.

Das Wichtigste in Bern sei nun, wieder Linien- und Charterflüge ab Bern anbieten zu können. «Es wird meine Priorität sein, dazu neue Partner zu finden.»

Bis zum Stellenantritt von Ryf am 1. Juli führt weiterhin Finanzchef Martin Leibundgut interimistisch die Geschäfte. Der bisherige Flughafendirektor Mathias Gantenbein hatte im November seine Demission per Mitte Februar bekanntgegeben.

Das möchte der Regionalflughafen Bern künftig leisten

  • Öffentlicher Verkehr: Damit ist die Anbindung an europäische Städte durch mindestens eine Hub-Verbindung gemeint. Die Flughafen Bern AG will also versuchen, eine Fluggesellschaft dazu zu bringen, Bern an grosse internationale Flughäfen wie München oder Frankfurt anzubinden. Mit öffentlichem Verkehr sind auch saisonale Charterflüge gemeint.
  • Verkehr im besonderen öffentlichen Interesse: Hier denkt die Flughafen-Leitung an Regierungsflüge, Militärtransporte und Ähnliches.
  • Allgemeine Luftfahrt: Damit ist etwa die Sportfliegerei und die Pilotenausbildung gemeint.
  • Arbeitsplätze in der Luftfahrtindustrie: Solche sollen Tour Operators und Wartungsbetriebe bringen.
  • Digitale Mobilität: Darin sieht die Flughafen Bern AG eine Zukunft als Ort, wo Drohnen, elektronische Flugtaxis und selbstfahrende Autos getestet und zertifiziert werden.
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Grundsätzlich wäre ein grundlegender Ausbau des Flughafens wünschenswert, inkl zweiter Piste, unterirdischem SBB-Bahnhof und direktem Autobahnanschluss. Damit kann Zürich entlastet werden und nebst den geschaffenen Arbeitsplätzen würde der Tourismus im Berner Oberland und im Wallis von wesentlich kürzeren Anreisezeiten profitieren. Nach einem 12 Stunden-Flug in Zürich landen und dann noch gut 4 Stunden brauchen bis man im Hotel ist... ist nicht gerade attraktiv.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Adriano Granello  (Adriano Granello)
    Natürlich wäre dem Kanton und der Stadt Bern mehr Wirtschaft ausserhalb der Landwirtschaft zu gönnen, damit man sich u.a. irgendwann vom Milliarden-Bezüger im schweizerischen Finanzaugleich zum Nettozahler entwickeln könnte. Und natürlich würde dem sich so grossartig entwickelnden Wirtschaftsraum Bern ein richtiger Flughafen gut anstehen. Bis der "Urknall" der wirtschaftlichen Wende irgendwann geschieht, macht es allerdings keinen Sinn, das totkranke Belpmoos künstlich am Leben zu halten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Martin Aeschlimann  (TinuAeschlima)
    Hoffentlich gibt der Kanton kein Geld. Ich fände es sehr schlimm, wenn mit den Steuergeldern von uns Bernern das Fliegen subventioniert würde. Alle sprechen vom Klimawandel, da passen solche Staatshilfen nun wirklich nicht mehr ins Konzept.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen