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Es fehlt an Platz für die Mitholzerinnen und Mitholzer
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 03.03.2020.
abspielen. Laufzeit 05:46 Minuten.
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Zwangsumzug aus Mitholz Sie müssen weg, aber wohin?

Wegen dem Munitionslager im Kandertal müssen 170 Personen wegziehen. In der Region hat es aber kaum Platz für sie.

In gut zehn Jahren müssen alle Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes Mitholz wegziehen und für etwa zehn Jahre wegbleiben. In dieser Zeit soll das Munitionslager geräumt werden.

Für die betroffenen 170 Personen dürfte es aber nicht einfach sein, in der Region eine neue Bleibe zu finden. Talabwärts wäre Kandergrund das nächste Dorf. Freie Wohnungen oder gar freies Bauland sind rar.

Neues Bauland exklusiv für Mitholzer?

Neues Bauland müsse eingezont werden, sagt die zuständige Regierungsstatthalterin Ariane Nottaris. Sie sei in diesem Zusammenhang bereits bei der zuständigen Regierungsrätin gewesen: «Evi Allemann hat uns zugesichert, dass sie uns helfe, in der Gemeinde Kandergrund Bauland einzuzonen, damit die Mitholzerinnen und Mitholzer, die hier bleiben wollen, hier bauen können.» Eine Sonderlösung nur für die betroffene Bevölkerung von Mitholz?

Regierungsrätin Evi Allemann bestätigt das Treffen. Sie richtet aber schriftlich aus, dass dieser Austausch «informell und ohne konkrete Zusicherung betreffend Einzonungen» erfolgt sei. Es sei davon auszugehen, dass eine pragmatische Lösung auf dem Gebiet Kandergrund möglich sei.

Verfügbares Bauland ist teuer

Auch talaufwärts in Kandersteg sieht es schwierig aus. Gemeinderatspräsident Urs Weibel sagt, sie hätten einen sehr tiefen Leerwohnungsstand: «Wir haben nur zwei Häuser, welche noch nicht ganz voll sind. Ob diese jedoch preislich den Wünschen der Mitholzer entsprechen, ist fraglich.» Auch passende Baulandreserven habe Kandersteg nicht viele, so Weibel: «Das ist eine Kostenfrage. Ein Haus mit fünf Zimmern kostet mit dem Land grob geschätzt eine Million.» Zum Beispiel für eine junge Familie sei das schwierig zu finanzieren.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Die Armee jauft den Grundeigentümern in Mitholz ihre Immobilien zu einem fairen Preis ab und gibt allen genügend Zeit, sich woanders eine schöne Bleibe zu besorgen. Dann wird der Munitionsfriedhof gesprengt und fertig ist. Dauert bestimmt nicht 20 Jahre.
  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Ok dass die Armee resp der Steuerzahler die Sanierung zahlen muss ist klar, aber die Organisation muss der Verwaltung entzogen werden
    sonst wird die ganze Angelegenheit mit Kosten und Termine
    aus dem Ruder laufen
  • Kommentar von Sandro Tissi  (Tissi)
    Liebes SRF-Team,
    Das Thema interessiert mich, nun wollte ich nachfragen, welche Quellen für diesen Artikel verwendet wurden? Müssen wirklich alle Bewohner, also das ganze Dorf, wegziehen?
    Liebe Grüsse
    1. Antwort von SRF (SRF)
      @Sandro Tissi Wir stützen uns auf die Informationen des VBS. Demnach müssen alle Bewohner des Dorfes wegziehen.