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20 Poststellen im Kanton Graubünden auf der Kippe
Aus Schweiz aktuell vom 17.05.2017.
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Filialschliessungen der Post 23 Bündner Poststellen vor dem Aus

In Graubünden werden bis zu 23 der 55 Poststellen geschlossen. Laut der Post gehen rund zwei Dutzend Vollzeitstellen verloren. Das Unternehmen garantiert bis mindestens 2020 den Weiterbestand von 32 Poststellen.

Drei Poststellen werden demnächst geschlossen. Der Weiterbestand der restlichen 20 Poststellen ist «nicht garantiert», teilt die Post mit. Die Zukunft der 20 nicht garantierten Poststellen will das Unternehmen «in einer sorgfältigen Einzelfallüberprüfung» angehen.

Ersatzlose Schliessungen will die Post vermeiden. Im Vordergrund steht die Einrichtung von sogenannten Postagenturen. Zudem will die Post in Graubünden bis zu zehn neue sogenannte Zugangsmöglichkeiten schaffen. Es handelt sich um Geschäftskundenstellen, Aufgabe- und Abholstellen für Postsendungen sowie um Automaten für Paketsendungen.

Die Gewerkschaft Syndicom geht davon aus, dass die 20 nicht garantierten Poststellen alle geschlossen werden. «Wir kennen kein einziges Beispiel in der Schweiz von einer Poststelle, die nach einer Überprüfung offen geblieben ist», sagt Syndicom-Zentralsekretär Roland Lamprecht gegenüber dem «Regionaljournal Graubünden». Die Gewerkschaft rechnet damit, dass in Graubünden bis zu 80 Arbeitsplätze verschwinden.

Erst gestern teilte die Post mit, voraussichtlich drei der acht Glarner Poststellen durch Partnerfilialen bei Handel und Gewerbe zu ersetzten – und in Nidwalden stehen zwei von sechs Poststellen vor dem wahrscheinlichen Aus.

Postnetz im Kanton Graubünden

Filialen werden überprüft in
Bivio, Breil/Brigels, Brusio, Cazis, Celerina/Schlarigna, Chur 6 Lacuna, Davos Dorf, Küblis, Laax, Obersaxen, Sedrun, Silvaplana, St. Maria Val Müstair, Tiefencastel, Trun, Tumegl/Tomils, Untervaz, Vals, Versam, Zuoz
Filialen garantiert bis 2020 in
Andeer, Arosa, Bonaduz, Buseno, Chur 1 Annahme, Chur 4 Ringstrasse, Chur 7 Kornquader, Davos Platz, Disentis/Mustér, Domat/Ems, Flims Dorf, Ilanz, Klosters, Landquart, Lenzerheide/Lei, Mesocco, Müstair, Pontresina, Poschiavo, Promontogno, Roveredo, Samedan, Samnaun Dorf, Savognin, Schiers, Scuol, Sils/Segl Maria, St. Moritz, Thusis, Vella, Zernez, Zizers

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Wie langedauert es wohl noch bis die Kantone und der Bund bei der Post ein Machtwort sprechen? Es ist eine Zumutung was sich die Postverantwortlichen alles erlauben dürfen. Wer hat die Post, die SBB denn bezahlt?, das Volk mit seinen Steuern.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Die Post erwirtschaftet Jahr für Jahr einen Reingewinn in dreistelliger Millionenhöhe.
  • Kommentar von Thomas Mann  (Freidenkerin)
    Das Schweizer Volk hat die Pro Service Public Initiative mit fast 2/3 Neinstimmen abgelehnt. In Graubünden waren es sogar über 80% Nein. Also jetzt nur nicht jammern. Wir hatten die Wahl. So schön ist direkte Demokratie.
  • Kommentar von Paul Grunder  (Zimmermeister)
    Irrtum Herr Planta. Die Politik hat aus dem Dienstleistungsbetrieb Post durch Abbau des Service-Public- Prinzips mehrere halbprivatwirtschaftliche "Firmen"gebastelt. Bei SBB und Swisscom dasselbe. Die Post muss rentieren, also Stellen abbauen und Poststellen schliessen. Folglich liegt die Schuld der Misere bei den Parlamenten und dem Bundesrat.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Sicher hat das Parlament die Leitplanken zur heutigen Post gelegt. Aber das Parlament wird bekanntlich durch das Volk gewählt. Und nochmals: die Dienstleistungen der Post sind immer weniger gefragt. Frage: Zahlen sie noch am Schalter ein und kommunizieren sie noch in Briefform?
    2. Antwort von Thomas Mann  (Freidenkerin)
      Irrtum Herr Grunder, das Schweizer Volk, allen voran die Bündner, haben mit dem Nein zur Pro Service Public Initiative den Poststellenabbau zu verantworten, nicht Parlament und nicht der Bundesrat.