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Duri Blumental, Gemeindepräsident von Lumnezia
Aus Regionaljournal Graubünden vom 08.07.2020.
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Aufgescheuchte Kühe Gemeinden wollen Wanderwege wegen Wolf sperren

Weil Wölfe Kuhherden aggressiv machen könnten, erwägen verschiedene Bündner Gemeinden, Wander- und Bikewege zu sperren.

Bauern in der Surselva sind alarmiert. Sie befürchten, dass die Wolfsrudel in der Region die Mutterkuhherden aufscheuchen. Nun greifen die Gemeinden durch. Sie erwägen, einzelne Wander- und Bikewege zu sperren. Aber nicht etwa wegen der Wölfe, sondern weil die von den Wölfen verunsicherten Kuhherden für die Menschen eine Gefahr darstellen könnten.

«Wir wollen einfach nicht, dass es zu Unfällen kommt», sagt Duri Blumenthal, Gemeindepräsident von Lumnezia. Sollte man bemerken, dass sich eine Kuhherde besonders aggressiv verhält, würde die Gemeinde Warntafeln aufstellen. «Wir leisten aber nicht Polizeidienst. Wir appellieren lediglich an die Eigenverantwortung», so Blumenthal.

Bis jetzt ist es noch nicht zu Sperrungen von Wegen gekommen. Er hoffe, dass es auch nicht so weit komme, sagt Kevin Brunold von Surselva Tourismus. «Aber wir wissen um die Wolfsproblematik. Das ist ein Problem für die Landwirtschaft und somit auch für den Tourismus», sagt Brunold. «Wir stehen der Landwirtschaft bei.» Er befürchte nicht, dass wegen gesperrter Wege oder Warntafeln weniger Leute in die Surselva kommen.

Regionaljournal Graubünden; 08.07.2020; 12:03;

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
    Freut mich, wie man sich hier für dieses wunderschöne Tier einsetzt. Allerdings finde ich den Ansatz, auf ,Eigenverantwortung' zu setzen, in der Konsequenz so gut wie im Konzept unklar - auch hier.
  • Kommentar von Renato Caflisch  (cafli)
    Unglaublich, mit welcher Schamlosigkeit reiner Wahlkampf betrieben wird! Da wird sogar eine der grossen Einnahmequellen riskiert (Tourismus), nur um die reichlich fliessenden Steuergelder (sprich: Subventionen und Entschädigungszahlungen) weiterhin bequem abzusahnen! (Ich spreche aus Erfahrung. Verpachte landwirtschaftlichen Boden. Mikrige Fr.40.- pro Jahr; der Bauer mäht einmal in zwei Jahren, schmeisst das Gras in den Wald, garniert aber jedes Jahr mehrere tausend Franken Entschädigung!)......
  • Kommentar von Rudolf Küng  (Rudolf Küng)
    Es ist noch nie vorgekommen, dass ein Wolfsrudel eine Kuhherde angegriffen hat, schon gar nicht eine Herde Mutterkühe. So dumme Wölfe gibt es nicht. Sie würden sofort vertrieben oder totgetreten. Solange sie in den Wäldern genügend Wild finden, lassen sie auch die eingezäunten Schafe in Ruhe.