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Schwieriges Fundraising für das Bischöfliche Schloss (7.12.17)
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Bistum Chur Kein Geld für die Sanierung des Bischöflichen Schlosses

In Kürze:

  • Das Bischöfliche Schloss wird für 29 Millionen Franken saniert. Hinzu kommen nochmals 4,7 Millionen für das geplante Domschatzmuseum.
  • Doch das Projekt ist für den Moment gestoppt: Die Finanzierungslücke ist gross und beträgt 18,5 Millionen Franken.
  • Nach einem Entscheid der Stadt Chur, das Domschatzmuseum nicht mit 600'000 Franken zu unterstützen, hat Bischof Vitus Huonder das Projekt sistiert.

Barocke Räume, Stukaturen oder ein Rittersaal aus dem 17. Jahrhundert: Das Bischöfliche Schloss in Chur ist ein prächtiges und historisch wertvolles Gebäude, das aktuell saniert und für 29 Millionen Franken umgebaut wird.

Startschuss war 2012. Bis 2019 hätte das Projekt in sieben Etappen realisiert werden sollen, grösstenteils finanziert durch die Besitzerin des Bischöflichen Schlosses, die Stiftung Mensa Episcopalis Curiensis, deren Stiftungsrat Bischof Vitus Huonder ist. Kanton und Bund hatten 2013 vier Millionen für das Projekt gesprochen.

Bald vier Jahre im Verzug

Von diesem Geld sei bisher nur eine halbe Million Franken freigegeben worden, sagt der kantonale Denkmalpfleger Simon Berger auf Anfrage. Das Projekt habe bald vier Jahre Verspätung, deshalb sei noch nicht mehr Geld geflossen.

Das bestätigt Giuseppe Gracia, Sprecher des Bistums Chur. Der ursprüngliche Zeitplan sei «wohl um einiges zu ambitioniert» gewesen. Auch hätten Entscheidungen intern mehr Zeit gebraucht als zuerst gedacht.

Ein weiterer Grund sind Geldprobleme. Das zeigt die aktuelle dritte Etappe, bei der das Domschatzmuseum realisiert werden soll. 7,8 Millionen Franken kostet das Projekt, weniger als ein Drittel, nämlich knapp 2,2 Millionen sind bisher sichergestellt.

Mit ein Grund ist der Entscheid des Churer Stadtparlaments im November, das mit einer Stimme Unterschied Nein sagte zu einem Beitrag von 600'000 Franken. Laut Sprecher Gracia hätten andere Geldgeber ihre Zusage vom Ja der Standortstadt Chur abhängig gemacht, dieses Geld fehle nun.

Finanzierung in der Schwebe

Noch schlechter sieht die finanzielle Situation für die kommenden Etappen aus, die den Grossteil der Kosten ausmachen. 16,5 Millionen Franken bräuchte es dafür, gesichert sind bisher nur 3,5 Millionen Franken von Kanton und Bund.

«Grundsätzlich ist es schwierig, für so ein Objekt wie das Bischöfliche Schloss ein Fundraising zu betreiben», schreibt Giuseppe Gracia. Das Bistum hoffe nun, das komplette Sanierungsprogramm realisieren zu können, aber: «Den Zeithorizont kennen wir nicht».

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; habs, lies

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5 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Beim Geld hört der Glaube und die Brüderlichkeit auf. Geld macht nicht glücklich, Herr Huonder! Und wenn es schon ums liebe Geld geht, warum nicht die katholische Kirche an die Börse bringen, das wäre mindestens ehrlich!
    1. Antwort von martin blättler  (bruggegumper)
      Gute Idee,Börse wie Glaube leben von leeren Versprechen.
  • Kommentar von Karl Paul  (Karl Paul)
    Bei einer sinnvolle Nutzung der Gebäude, würde sich der Geldhahn vielleicht von selber wieder aufdrehen?!
  • Kommentar von W. Ineichen  (win)
    Der Bischof könnte ja zu Finanzierung seines Vorhabens Ablässe verkaufen. So wurde ja schliesslich damals erfolgreich der Petersdom in Rom finanziert.
    1. Antwort von martin blättler  (bruggegumper)
      Dann fehlt nur noch ein Kleriker,der die Thesen an die Kirchentür nagelt. Nach dem Bildersturm braucht es dann auch kein Museum mehr. Huonder müsste dann seinen Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen. Dann hätt er wieder Zeit,sich um seinen Glauben zu kümmern.