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Bündner Baukartell Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen Kantonsangestellte

  • Die Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden eröffnet eine Strafuntersuchung – im Zusammenhang mit Preisabsprachen von Bauunternehmen und manipulierten Vergaben im Hoch- und Tiefbau.
  • Der erste Bündner Staatsanwalt Claudio Riedi bestätigt einen Bericht der «NZZ am Sonntag».

Der erste Bündner Staatsanwalt Claudio Riedi nennt zwei Gründe für die Eröffnung des Verfahrens: Einerseits beobachte und analysiere die Staatsanwaltschaft die Entwicklung rund um das Bündner Baukartell seit längerem. Nun seien die Indizien ausreichend, um eine Strafuntersuchung einzuleiten.

Zum anderen stünden zum ersten Mal Korruptionsvorwürfe im Raum. Man werde insbesondere klären, ob Angestellte des kantonalen Tiefbauamts oder Gemeindeangestellte von den Absprachen profitiert hätten.

Anfang September büsste die Wettbewerbskommission (Weko) 12 Bündner Bauunternehmen mit insgesamt 11 Millionen Franken. Dies, weil sie sich im Strassenbau bei Auftragsvergaben und Preisen während Jahren abgesprochen hätten. Letztes Jahr wurde ein regionales Kartell im Unterengadin mit total 7,5 Millionen Franken von der Weko bestraft.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Frei  (Peter Frei)
    Wird auch gegenüber dem höchsten u.am höchsten bezahlten Beamten u.obersten Verantwortlichen von damals ermittelt? Nämlich den damaligen RR Engler, Chef des Tiefbauamtes, der kürzlich in der "Südostschweiz" sagte, dass er von dem Baukartell u. allfälligen Beamtenkorruption rein gar nichts gewusst oder erfahren habe. (Obwohl er in engem Kontakt mit seinen Beamten u.Baufirmen in dieser Zeit stand). Ob dieser Chef, der heutige wieder kandidierende CVP-Ständerat Engler, für die Bündner wählbar ist?
    1. Antwort von Adrian Flükiger  (Ädu)
      @Frei: Genau, wer 1+1 zusammenzählen kann, wählt diesen Mann durch Nichtwiederwahl ab. Nur so wird auch er für seine Blindheit noch bestraft. Wenn nicht, trifft es höchstens die Chefs in den Amtsstuben. Ein unglaublicher bürgerlicher Sumpf!
  • Kommentar von Hans Solenthaler  (Hannes)
    Absprachen sind wohl eine Seite. Wie sähe das aus bei der Steuern ? Wenn ein Kleinbetrieb in der Buchhaltung vielleicht 500,- Fr „zuviel Telefonspesen oder einige Mittagessen“ in der Buchhaltung ausweist, so wird ihm das aufgerechnet !
    Wie sieht dies allenfalls aus, wenn „Grossunternehmen“ mit entsprechenden Umsätzen sogenannte schwarze Rückvergütungen von Lieferanten einkassieren ( in 5 und 6-stelligen Höhen ) neben dem Fiskus einkassieren ?
  • Kommentar von Werner Gerber  (Emmentaler1)
    mich näme wirklich wunder, in wievielen kantonen korruption ein thema ist, unter firmen und kantonsmitarbeitern
    1. Antwort von Kurt Flury  (Simplizissimus)
      So schön tendenziös, beim Kanton machen alle die hohle Hand und verdienen nebenbei noch Millionengehälter. Die Baubranche ist bekanntermassen und überall auf der Welt anfällig für solche Machenschaften. Wenn in den Vergaben keine Sicherheitsmechanismen eingebaut sind, so hat das betreffende Gemeinwesen auch nichts Besseres verdient (wie naiv kann man denn sein).
      Im Strafverfahren ist der Einzug des unrechtmässigen Gewinns regelmässig eine der Sanktionen nebst weiteren Bussen.
    2. Antwort von martin blättler  (bruggegumper)
      Vergessen Sie die Halbkantone nicht.