Bündner Polizei beschlagnahmt rund 100 Kilogramm Pilze

Die Bündner Polizei hat eine der grössten Mengen illegal gepflückter Pilze der vergangenen Jahre beschlagnahmt. Insgesamt 102 Kilogramm stellte sie am Montag bei Kontrollen am Lukmanierpass sowie in Savognin sicher.

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Bildlegende: Objekt der Begierde: Der Steinpilz. Symbolbild Keystone

«Die Pilzsaison ist schon seit Mitte Juli voll im Gang», berichtet Elvira Zogg. Sie ist langjährige Pilzkontrolleurin und zuständig für das Gebiet von Chur bis ins Sarganserland. Wegen der nassen, warmen Witterung habe es besonders viele Pilze.

Solche Verhältnisse locken natürlich die «Pilzler» in den Wald. Das weiss auch die Polizei. Deshalb schaute sie den Pilzsammlern am Montag ganz genau auf die Finger.

36 kontrollierte Personen am Lukmanierpass im Bündner Oberland hatten das erlaubte Tageskontingent von zwei Kilogramm nicht beachtet, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Sie wurden im Ordnungsbussenverfahren gebüsst. 84 Kilogramm Steinpilze waren unerlaubterweise am Lukmanier gesammelt worden.

Bei zwei Personen, einem Mann und einer Frau, wurden im Fahrzeug über zwanzig Kilogramm gefrorene und dreieinhalb Kilogramm getrocknete Steinpilze entdeckt. Weitere Ermittlungen ergaben, dass die beiden schon 16 Kilogramm in ihrem Feriendomizil gelagert hatten. Einige dieser Pilze wurden während der Schonzeit gesammelt. Das Paar muss sich vor der Staatsanwaltschaft verantworten.

In der Region Savognin beschlagnahmte die Polizei ebenfalls illegal gepflückte Pilze. 18 Kilogramm sind dort zusammengekommen. Die insgesamt 102 Kilogramm sichergestellten Pilze sind eine der grössten Beschlagnahmungen der vergangenen Jahre in Graubünden.