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In einigen Monaten werden erneut Bluttests durchgeführt
Aus Regionaljournal Graubünden vom 05.06.2020.
abspielen. Laufzeit 03:07 Minuten.
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Coronastudie im Bündner Misox Kaum eine Ansteckung ohne Symptome

  • Für eine Studie zum Coronavirus liessen sich im Bündner Misox über 700 Privatpersonen und Angestellte aus dem Gesundheitsbereich freiwillig Blut nehmen.
  • Die Ergebnisse zeigen nun, dass 2.6 Prozent der getesteten Privatpersonen Antikörper gegen das Virus entwickelt haben.
  • Bis auf eine Probandin zeigten alle positiv getesteten Privatpersonen Krankheitssymptome.

Für die Studie im Bündner Südtal Misox wurde das Blut von 427 Privatpersonen und 283 Probandinnen und Probanden aus dem Gesundheitsbereich untersucht. Zudem füllten die getesteten Personen einen Fragebogen aus, damit deren Profil genauer definiert werden konnte.

Nun liegen die Ergebnisse der Studie vor. Bei 2.6 Prozent der Privatpersonen konnten Antikörper gegen das Coronavirus im Blut nachgewiesen werden.

Bei den Probandinnen und Probanden aus dem Gesundheitsbereich waren es 16.9 Prozent.

Fast alle positiv getesteten Studienteilnehmer gaben an, dass sie an Symptomen wie einer laufenden Nase, Husten, Müdigkeit oder an anderen Grippesymptomen litten.

Daten sind vergleichbar

Die Studienautoren haben die Daten mit einer ähnlichen Untersuchung im kalifornischen Los Angeles verglichen. Der dort erhobene Anteil von vier Prozent liegt nahe an den Ergebnissen aus dem Misox. Der Studienleiter Franco Muggli betonte deshalb an einer Medienorientierung am Freitagnachmittag, dass die Misoxer Resultate mit internationalen Befunden übereinstimmen.

Die Bündner Kantonsärztin Marina Jamnicki Abegg hielt zudem fest, dass die Symptomatik der Misoxer Fälle zeige, dass die Dunkelziffer wohl weniger hoch sei als erwartet: «Wir haben die meisten Fälle in der Region erkannt.» Die Studie zeige auch, dass Covid-19 nicht sehr weitverbreitet sei. Von einer Herdenimmunität könne keine Rede sein. Die Untersuchung im Misox hat gemäss den Gesundheitsexperten Modellcharakter. Sie funktioniere auch anderswo.

Kanton Zürich gibt Studie zur COVID-19-Immunität in Auftrag

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Die Zürcher Gesundheitsdirektion will wissen, wie hoch der Anteil der Personen ist, die eine Infektion mit dem Coronavirus durchgemacht haben. Sie hat deshalb der Universität Zürich den Auftrag für eine entsprechende Studie gegeben. Rund 3000 Personen sollen auf Antikörper getestet werden.

Die Studie startet am 8. Juni, wie die Gesundheitsdirektion mitteilte. Sie wird in drei zeitlich gestaffelte Untersuchungswellen unterteilt. Mit ersten Ergebnissen ist Mitte Juli zu rechnen. Bis Ende Jahr soll die letzte Untersuchungswelle abgeschlossen sein.

Die Ergebnisse sollen als Entscheidungsgrundlage für Zeitpunkt, Dauer, Aufrechterhaltung oder Aufhebung von gegenwärtigen und zukünftigen Massnahmen dienen.

Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    Bald gibt es mehr Studie als erkrankte.
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  • Kommentar von Alex Avner Herzfeld  (Alex12)
    Jetzt sind wir endlich der echten Mortalitätsrate von Covid-19 auf der Spur: 2.6% x 8 Mio ~ 210000. 2000:210000 ~ 0.9%. Andere Länder (Los Angeles, Israel) melden etwas höhere Resultate in Antikörperstudien. Die Mortalität dürfte demnach zwischen 0.6%- 0.9% liegen. Zum Vergleich: "normale" Grippe 0.05%-0.1%. Also Covid-19 erweist sich als zehn bis fünfzehn Mal so "gefährlich" resp. tödlich wie unsere vertraute Influenza.
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    1. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      2,6% der Getesteten im Misox. Vermutlich nicht einmal repräsentativ für dort. :)
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    2. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Streecks Team kam per Antikörpermessung für Gangelt auf 0,37. Wohlgemerkt ausgelöst von der Karnevalsparty, wo heftig gefeiert worden war und viele eine grosse Virenlast abbekommen hatten, was tendenziell zu schwereren Verläufen führt. Die Sterblichkeit wird auch massgeblich davon abhängen, wieviele über 70 sich anstecken werden. In Afrika liegt sie nach Schätzungen der WHO weit unter 0,1, trotzdem wird auch für dort Alarm geschlagen..
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  • Kommentar von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
    Zur Frage der Herdenimmunität wäre noch wichtig, wieviele Todesfälle das Misox aufweist. Dass sie noch lange nicht erreicht ist, geschweige in den nicht besonders stark betroffenen Regionen, wissen wir doch längst. Man hat dann immer das Gefühl, daran erinnert zu werden, dass die Gefahr noch nicht gebannt sei - als hätte man das Gedächtnis - wie passend aber - eines Schafs (Disclaimer an alle Schafzüchter: unwissenschaftlicher Vergleich!).
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