Zum Inhalt springen
Inhalt

Graubünden Cousins im Churer Stadtrat: «Ein mulmiges Gefühl bleibt»

Marco Tscholl möchte in den Churer Stadtrat. Dort würde er an der Seite seines Cousins Urs Marti regieren. Dieses Verwandtschaftsverhältnis ist rechtlich unbedenklich. Rechtsprofessor Benjamin Schindler hat trotzdem ein «mulmiges Gefühl». Bei einem Dreiergremium könnten zwei Stadträte dominieren.

Legende: Audio Wie heikel sind Verwandschaftsbeziehungen: Die Aussenperspektive (8.6.2016) abspielen. Laufzeit 04:36 Minuten.
04:36 min
Porträt von Benjamin Schindler
Legende: Benjamin Schindler ist Professor für öffentliches Recht an der Universität St. Gallen. Zur Verfügung gestellt

Benjamin Schindler ist Professor für öffentliches Recht an der Universität St. Gallen. Der Experte begründet das «mulmige Gefühl» unter anderem damit, dass Chur von einem Dreiergremium regiert wird. Im Vergleich zu grösseren Regierungen falle ein verwandschaftliches Verhältnis stärker ins Gewicht. Zwei Personen sind bereits die Mehrheit.

Die Cousins Marti und Tscholl

Der Fachmann empfiehlt den beiden Politikern – insbesondere weil sie nicht den gleichen Familiennamen haben – offensiv und transparent über ihr Verwandschaftsverhältnis zu informieren. Letztendlich müsse aber jeder Stimmbürger für sich selbst entscheiden.

Am Sonntag wurde FDP-Politiker Urs Marti als Stadtpräsident wiedergewählt. Im Rennen sind jetzt noch BDP-Politiker Marco Tscholl und der SP-Mann Patrick Degiacomi.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; haus, habs

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.