Darum wollen die Bündner Unternehmen nichts von der Expo wissen

Ursprünglich wollte Graubünden seine Unternehmen und Produkte prominent an der Weltausstellung in Mailand in Szene setzen. Doch die Wirtschaft zieht nicht mit: Man sehe den Nutzen nicht, heisst es.

Die Stadt Basel lässt ihren Expo-Auftritt von einem Agrarkonzern sponsern. Solch ein Sponsoring strebte auch der Kanton Graubünden an. Doch die Bündner Unternehmen interessierten sich nicht für einen Auftritt an der Weltausstellung.

Das sei für ihn nicht verwunderlich, sagt der Bündner Gewerbeverbandsdirektor Jürg Michel. Vom Auftritt auf einer so grossen Bühne hätten die meisten Unternehmen keinen oder nur einen geringen Nutzen.

Der «Lernprozess» des Organisators

Der Verantwortliche für den Bündner Auftritt an der Weltausstellung, Markus Haltiner, sieht das heute gleich. Haltiner spricht von einem «Lernprozess», den er durchgemacht habe. «Ich musste erkennen, dass es für eine Firma besser ist, sich an einer Fachmesse zu präsentieren», sagt er im «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF.

Dass die Unternehmen beim Auftritt nun nicht im Vordergrund stehen, habe aus seiner Sicht aber nicht nur Nachteile, so Markus Haltiner. Schliesslich gebe es für Basel für diese Art von Sponsoring auch Kritik. Gemeinsam präsentieren sich die Gotthard-Kantone Graubünden, Tessin, Uri und Wallis, sowie die Städte Basel, Genf und Zürich an der Weltausstellung in Mailand. Diese beginnt im Mai.