Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Graubünden Engadin: Trinkwasser für Schneekanonen

Das Engadin hat im schweizweiten Vergleich wenig Wasser. Mögliche Nutzungskonflikte zeigt eine neue Studie auf. Eine Erkenntnis: Niemand hat eine Übersicht, wer wie viel Wasser verbraucht. Für den Kanton ist dies kein Problem - es werde kontrolliert, dass genügend Restwasser vorhanden sei.

Audio
Gespräch mit Studienautor Klaus Lanz (22.03.2016)
07:41 min
abspielen. Laufzeit 07:41 Minuten.

Das Engadin ist ein Trockental und erhält laut Studie weniger Niederschlag als der Rest des schweizerischen Alpenraums. Prägend für den Wasserhaushalt des Engadins sei die Rolle des Schnees, heisst es in der Studie.

Die Jahresabflüsse speisen sich zu 50% bis über 80% aus Schnee. Steigt mit dem Klimawandel die Schneefallgrenze, so gehe in den Wintermonaten mehr Niederschlag als Regen nieder und fliesst direkt ab. Dieser Niederschlagsanteil fehle bei der Schneeschmelze und vermindere die sommerlichen Abflüsse.

Studienautor Klaus Lanz weist darauf hin, dass im Engadin in manchen Orten Trinkwasser für die künstliche Beschneiung verwendet wird. Bei genügend Wasser sei dies grundsätzlich kein Problem, sagt er im Gespräch mit Radio SRF. Eine Schwierigkeit sei jedoch, dass so die öffentliche Hand teilweise die private Infrastruktur der Bergbahnen mitfinanziere.

Wieviel Wasser für die Kunstschneeproduktion gebraucht wird, weiss laut Klaus Lanz niemand. So heisst es in der Studie: «Zum heutigen Zeitpunkt verfügen die Behörden des Kantons Graubünden über keinen Überblick über Infrastrukturen und Ressourcennutzung der Beschneiung.»

Blick auf das Restwasser statt auf den Verbrauch

Audio
Eine Übersicht existiert nicht (23.3.2016)
02:33 min
abspielen. Laufzeit 02:33 Minuten.

Remo Fehr, Leiter des Amts für Natur und Umwelt, entgegnet: «Wir haben einen guten Überblick über das Restwasser». Ziel sei es, genügend Wasser in den Bächen und im Grundwasser zu haben und dies zu kontrollieren.

Die Kunstschneeproduktion ist für Remo Fehr kein grosses Problem, weil das Wasser am Hang und damit in der Region bleibe. Problematischer seien in diesem Zusammenhang Wasserkraftwerskprojekt, die je nachdem grosse Mengen Wasser aus einem Tal abführen würden.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen