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Extreme Trockenheit Feuerverbot in Graubünden

Waldbrand Graubünden Helikopter
Legende: Bilder, die vielen in Erinnerung geblieben sind: Der grosse Waldbrand im Dezember 2016 im Misox. Keystone

Im Kanton Graubünden gilt ab sofort ein absolutes Feuerverbot in Wald und Waldesnähe. Bereits seit dem 9. Juli gilt in den Bündner Südtälern wie auch im Kanton Tessin ein Feuerverbot im Freien. Neu gilt das Verbot auch:

  • im Churer Rheintal
  • im Prättigau
  • im Schanfigg
  • in der Region Heinzenberg/Domleschg
  • in Mittelbünden
  • im Schams-Albula
  • im Rheinwald
  • in der Surselva

Noch nicht vom Feuerverbot betroffen sind Unterengadin, Oberengadin, Münstertal, Samnaun und die Region Davos-Klosters, wie das Bündner Amt für Wald und Naturgefahren mitteilt.

Situation bleibt angespannt

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Eine Entspannung der Lage ist im Moment nicht in Sicht. Das Bündner Amt für Wald und Naturgefahren rechnet daher damit, dass die Gefahr von Wald- und Flurbränden in Graubünden weiter ansteigt. Seit mehreren Wochen hat es nicht mehr intensiv geregnet. Die Waldböden und das Unterholz seien aufgrund der warmen Temperaturen und des Windes ausgetrocknet. Kleinere Regenmengen wie Gewitter und leichter Regen reichten deshalb nicht aus, um die Situation nachhaltig zu entschärfen, heisst es in der Mitteilung.

Kantone beobachten Situation

In anderen Kantonen in der Ostschweiz ist die Situation noch nicht ganz so angespannt. Die Situation müsse aber besonders im Hinblick auf den 1. August beobachtet werden, heisst es auf Anfrage des «Regionaljournals».

  • Im Kanton St. Gallen gilt mehrheitlich die Gefahrenstufe «erheblich». In den Regionen Sargans, Walensee, Werdenberg und Rheintal wird die Waldbrandgefahr als «gross» eingestuft.
  • Glarus hat die Gefahrenstufe zwar von «mässig» auf «erheblich» korrigiert. Von einem Feuerverbot sei man aber noch weit entfernt, heisst es auf Anfrage. Grund ist der doch recht intensive Regen letzte Woche.
  • Im Thurgau und in beiden Appenzell gilt die Gefahrenstufe «mässig». Der Kanton Thurgau will die Situation kommenden Montag neu beurteilen.

Die Gefahrenstufen

Das «absolute Feuerverbot» ist die höchste aller Gefahrenstufen. Dabei dürfen auch eingerichtete Feuerstellen nicht benutzt werden. Hier, Link öffnet in einem neuen Fenster gibt es eine Übersicht über die Gefahrenstufen.

Schweizweit ist die Waldbrandgefahr in den meisten Kantonen «mässig» bis «erheblich», vielerorts sind keine Massnahmen in Kraft. Das Bundesamt für Umwelt publiziert die aktuellsten Meldungen über die Waldbrandgefahr auf einer Übersichtskarte, Link öffnet in einem neuen Fenster.

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3 Kommentare

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