Hotelstreit St.Moritz Geplantes Gesundheitshotel wird zum Gerichtsfall

Zwei St. Moritzer Hotels wehren sich seit Jahren gegen den Neubau.

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Bildlegende: Die Hotels befürchten, dass das Gesundheitshotel zu hoch und die Aussicht verbaut wird. ZVG

Rückblick: Nach einem emotionalen Abstimmungskampf haben die Stimmbürger von St. Moritz 2015 einer Änderung des Ortsplans für ein Gesundheitshotel zugestimmt. Vor allem zwei Hotels kämpften für ein Nein. Sie argumentierten unter anderem, dass das Gesundheitshotel überdimensioniert sei und die Aussicht verbaut werde. Nach der Abstimmung wurde der neue Ortsplan erarbeitet und von mehreren Einsprechern kritisiert. Vor einem Monat hat die Bündner Regierung aber den neuen Ortsplan genehmigt.

Aktueller Stand: Die beiden Hotels Kulm und Badrutt's Palace bringen diesen Entscheid der Regierung nun ans Verwaltungsgericht Graubünden. Die Regierung habe zu wenig berücksichtigt, dass das Gesundheitshotel die Entwicklung von St. Moritz langfristig negativ beeinflusse. Die Klinik Gut AG als Initiantin hat mit diesem Schritt der Hotels gerechnet, wie sie gegenüber dem «Regionaljournal Graubünden» sagt. Sie spricht von einer Verzögerungstaktik.

Ausblick: Beide Seiten geben an, sie wären zu Diskussionen und allenfalls Kompromissen bereit. Konkrete Gespräche sind aber offenbar nicht geplant.