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Graubünden Gesucht: Neues Lebenselixier für St. Moritz

«Top of the World» lautet das Motto von St. Moritz. Weniger «top» ist die Fussgängerzone. Sie präsentiert sich oft ausgestorben, wenig einladend, kühl und zu perfekt. Eine Schweizer Agentur will das Dorf mit 1001 Gründen zum pulsieren bringen. Herausforderungen sind Platzmangel und hohe Mietpreise.

In der St. Moritzer Fussgängerzone gibt es zahlreiche Luxus-Geschäfte, die für Einheimische meist zu teuer sind. Zudem fehlen Läden für den alltäglichen Bedarf. Das Angebot an kleinen Hotels, Restaurants und Bars ist stark geschrumpft.

Kurz, es gibt kaum Gründe in die Fussgängerzone zu gehen. Genau dies will die Schweizer Agentur «Steiner Sarnen» im Auftrag der Gemeinde St. Moritz ändern. Die Agentur von Otto Steiner hat 1001 Gründe zusammengetragen, damit wieder Leute ins Dorfzentrum kommen.

Mehr Leute in den Strassen

Blumenskulpturen und mobile Pflanzen sollen für Grün sorgen. Strassenkünstler, Schneeskulpturen im Winter, ein Wochenmarkt mit regionalen Produkten oder auch Veranstaltungen in den Gassen sollen das Zentrum beleben. Ein Problem dürfte der Ladenmix bleiben. Die Mieten sind aufgrund der Lage hoch.

Zwei Ideen will die Gemeinde bis 2017 auf die Skiweltmeisterschaft hin umsetzen. Im Rathaus soll statt der Touristeninformation eine Infobar entstehen. Das Servicepersonal ist gleichzeitig auch Ansprechsperson für ratsuchende Touristen. Umgesetzt werden soll auch eine nächtliche Beleuchtung des Rathauses mit diversen Motiven, heisst es in einer Mitteilung. Alle Vorschläge wurden am Donnerstag Anwohnern präsentiert.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Räumelt Unternehmensberater, 7432 Zillis
    1001 Gründe nützen nichts, solange sich das dienstleistungs- personal wichtiger bzw. vornehmer nimmt /einbildet, als der Kunde/Gast! Hier ist einiges auf der Strecke bzw. Piste in den letzten Jahren geblieben. Ich würde es mal mit 1002 Gründen versuchen.
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  • Kommentar von Franz Petzold, Insel Mainau
    Lieber Otto, wieder einmal ein faszinierendes Projekt. Ich bin sehr gespannt! Herzliche Grüße Franz
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  • Kommentar von Michael Hunziker, 4456 tenniken
    Aus einem heruntergekommenen Ackergaul kann man definitiv kein Rennpferd machen. St.Moritz lebt von seiner Hintergrundkulisse. Das "Dorf in den Bergen" existiert seit Jahrzehnten nicht mehr. Das Ambiente ist austauschbar...mit Zürich-Oerlikon, Spreitenbach usw.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Früher war das Ambiente von St. Moritz wie in Zürich. Nachher verbannte man die Autos auf einige wenige Strassen und den Durchgangsverkehr runter zum See. Die heutige autofreie Via Maistra hat durchaus Änlichkeiten mit einer Flaniermeile. Dass auch in den exorbitant teuren Boutiquen gekauft wird beweist schon allein deren Existenz.
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