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JU-52 von Ju-Air Flugzeug am Piz Segnas abgestürzt

  • Am Piz Segnas oberhalb von Flims (GR) ist am Samstagnachmittag ein mehrplätziges Flugzeug abgestürzt.
  • Die Polizei hat am Sonntagmorgen bestätigt, dass es sich dabei um die JU-52 HB-HOT, der sogenannten «Tante Ju» der JU-Air handelt.
  • Angaben zu möglichen Opfern kann die Kantonspolizei Graubünden derzeit noch nicht machen.
  • Die Polizei will sich am Nachmittag über den Absturz äussern. Die für 14 Uhr geplante Medienkonferenz wird auf SRF 1 und srf.ch live übertragen.
  • Die Ju-Air hat am Sonntagmorgen angekündigt, dass sie den Betrieb bis auf weiteres einstellt.
Legende: Video JU-52 der Ju-Air abgestürzt abspielen. Laufzeit 1:11 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 04.08.2018.

Die Absturzstelle liegt an der Westflanke des Piz Segnas auf 2540 Metern über Meer in der Nähe des Martinslochs (Tschingelhörner). Ein Grossaufgebot an Rettungskräften wurde mit drei privaten Helikoptern und zwei Maschinen der Rega an den Absturzort transportiert.

Karte vom Flugzeugabsturz am Piz Segna
Legende: Das Unglück ereignete sich am Piz Segnas in den Bündner Alpen. SRF

Über der Absturzstelle hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) eine Luftraumsperre verfügt.

Über Opfer kann die Kantonspolizei Graubünden noch nichts sagen. «Die Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust hat die Untersuchungen zu diesem Absturz aufgenommen und werden morgen weitergeführt. In der Nacht muss der Absturzort bewacht werden, weil nichts verändert werden darf», erklärte Mediensprecherin Anita Senti gegenüber SRF. Für Angehörige hat die Polizei eine Hotline eingerichtet: 081 256 56 56.

Die Ursache des Absturzes wird von der Sust gemeinsam mit der Bundesanwaltschaft und der Staatsanwaltschaft und Kantonspolizei des Kantons Graubünden untersucht.

Flugzeug der Ju-Air

Ju-Air teilt auf ihrer Website, Link öffnet in einem neuen Fenster mit, dass eines ihrer Flugzeuge vom Typ JU-52 heute verunfallt ist, macht aber keine weiteren Angaben. Ju-Air ist der Verein der Freunde der schweizerischen Luftwaffe (VFL) mit rund 7000 Mitgliedern. Der VFL führt mit den ehemaligen JU-52-Flugzeugen der Schweizer Luftwaffe Rundflüge durch. Der Verein hat seine Basis im Air Force Center am Militärflugplatz Dübendorf (ZH).

Laut dem «Aviation Herald, Link öffnet in einem neuen Fenster» haben Augenzeugen das Flugzeug im Raum Obersaxen (GR) am Nachmittag noch gesehen. Während der Sommersaison werden an Samstagen Rundflüge mit der JU-52 von Dübendorf (ZH) über die Surselva und das Val Lumnez angeboten.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die Piloten sind hoechst qualifiziert und Jahrzehnte erfahren. Die Ju 52 hat ihre Betriebssicherheit von der Eishoelle Stalingrad bis zur Gluthoelle Sahara bewiesen. Aber auch das beste Personal mit dem besten Material wird nie unfehlbar sein. Die Ju-Air konnte auf 35 Jahre Flugbetrieb ohne Unfaelle mit tragischen Folgen zurueckblicken. Schade, dass diese Zeit so tragisch zu Ende gehen muss. Opfer, Ruhet In Frieden....
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  • Kommentar von Christoph Brönnimann (Broenni)
    zur Gleitraten-Diskussion: gem. FH Hamburg (Diplomarbeit Axel Taschner, Seite 45) hat die JU-52 eine beste Gleitrate von 1:35 bei eingefahrenen Klappen und 140 km/h IAS. Frau Esslinger hat recht, der von Herr Huber referenzierte Airbus erreicht 1:24... wohl trotz besserer Effizienz ! Die JU-52 erreicht diese Werte vermutlich dank der durch das Wellblech erzeugten höheren Auftriebsfläche. Quelle: www(.)fzt(.)haw-hamburg(.)de/pers/Scholz/arbeiten/TextTaschner.pdf
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    1. Antwort von Okihara Herbst (Okihara Herbst)
      Das 1:35 ist wirklich beeindruckend! Im Vergleich sind Gleitrate von 1:10 beim Piper Warrior oder Cessna 172 zu finden.
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  • Kommentar von Klaus Kreuter (KallePalle)
    Ein sehr trauriger und schrecklicher Tag für die JU-AIR. Ich bin selbst damit schon geflogen, mein Vater hat die Motoren der JU-52 während WW-2 gewartet. Es wird wichtig sein zu erfahren was die Ursache dieses Unglücks war. Mein Beileid an alle die jemanden verloren haben und auch mein Beileid an die JU-AIR, Ihr habt Groassrtiges geleistet und nun das. So traurig.
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