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«Zwei Flüge sind schon ausgebucht»
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 27.01.2020.
abspielen. Laufzeit 03:18 Minuten.
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Projekt eines Luxushotels Charterflüge von London ins Engadin

Mit Charterflügen will das St. Moritzer Luxushotel Palace Skitouristen aus Grossbritannien nach Samedan fliegen.

Die Idee: Schon Ende 2018 wurde bekannt, dass eine Privatinitiative Direktflüge aus europäischen Städten nach Samedan einführen möchte. Die Flüge sollen zahlungskräftigen Gästen aus Nordeuropa helfen, Zeit zu sparen. Zudem sollen im Engadin mehr Logiernächte generiert werden. Die Initianten verwiesen auf den Trend und das gut laufende Geschäft mit Städtereisen.

Das Projekt: Das St. Moritzer Luxushotel Palace will die Idee nun im kleinen Rahmen umsetzen und organisiert im Februar testweise erste Charterflüge von London nach Samedan. «Wir wollen den Gästen einen einfacheren Weg zu uns bieten», sagt Richard Leuenberger, Geschäftsführer des Badrutt's Palace Hotel. Auslöser für das Pilotprojekt ist der 100. Jahrestag des ersten Fluges zwischen dem Engadin und London. «Die Flüge werden klimaausgleichend betrieben mit Kompensationen an globale Projekte um den CO2 Austoss zu reduzieren», heisst es auf der Website des Hotels. Ein Retour-Ticket soll 1600 Franken kosten, die Bewilligung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt BAZL steht noch aus.

Die Vorarbeiten: In der Vergangenheit wurden die Grundlagen für Charterflüge ins Engadin erarbeitet. In einer Machbarkeitsstudie wurde geklärt, ob Charterflüge im Sommer aus Paris, Berlin oder London lukrativ sind. «Es ist eine grosse Chance, dass nun jemand im kleinen Rahmen etwas macht», sagt der Unternehmensberater Peder Plaz. Er hat die erste Analyse zu den Charterflügen durchgeführt und erhofft sich aus dem Pilotprojekt des Hotels Palace wertvolle Erfahrungswerte.

Die Herausforderungen: Auch wenn das aktuelle Pilotprojekt im kleinen Rahmen stattfindet, stellt es die Flugplatzbetreiber vor Probleme. «Jede Person muss gesichert zum Flugzeug kommen und das Gepäck und die Passagiere müssen kontrolliert werden», sagt der Sprecher des Flugplatzes Samedan, Christian Gorfer. Dies benötige unter anderem Anpassungen bei der Infrastruktur. Zudem ist, laut BAZL, eine Schulung des Personals nötig.

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Baumann  (Christian Baumann)
    Kann sich St. Moritz kein Beispiel an Andermatt nehmen und versuchen den Individualverkehr zu minimieren?

    https://www.srf.ch/news/regional/zentralschweiz/tourismus-in-andermatt-mit-der-seilbahn-von-goeschenen-auf-den-guetsch
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Naja, damit wird auch der Individualverkehr minimiert. Sonst würden die potenten Gäste in mächtigen SUV anreisen.
  • Kommentar von Hans Meier  (CO2-HAHA)
    Mit der Ökodiktatur ist das der Tourismus der Zukunft!! Die reichen können es sich leisten und die anderen bezahlen für sie Umwelt weil sie das so wollten!! Viel spass in Europe
    1. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      Sie haben langfristig die Wahl: Entweder "Ökodiktatur" oder Flüchtlingswellen, ggf. sogar Kriege in Europa, wegen klimabedingter Naturkatastrophen, Hungersnöten und Dürren. Ich würde mich für das kleinere Übel entscheiden (falls man davon überhaupt sprechen kann).
    2. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Meier: Nein, vor allem die Reichen sollen - auch wegen ihres unmoralisch grossen Oeko-Abdrucks- zahlen und weil sie mehr als genug Geld für eine Oeko-Steuer haben; denn das Geld Reicher und ganz Reicher ist lange nicht nur durch eigene Leistung verdient und verdient kein besonderes Lob, im Gegenteil!
    3. Antwort von Hans Meier  (CO2-HAHA)
      @uvk: ach hören Sie doch auf mit Ihrem üblichen quatsch "durch eigene Leistung verdient". Ob Eigenleistung oder nicht die einen sind Milliardäre und die anderen arm wie es auch immer dazu gekommen ist!!!
  • Kommentar von Christian Baumann  (Christian Baumann)
    Angesichts eines dahinschmelzenden Morteratsch-Gletschers sollte man sich im Engadin radikal und ausschliesslich für einen ökologisch verantwortlichen High-End-Luxus-Tourismus aussprechen. Ein stilvoller Erstklass-Sonderzug Flughafen Kloten ohne Halt bis St. Moritz sollte die Strecke in weniger als 3h Stunden schaffen.