St. Antönien: letzter Anlauf für Solarkraftwerk

Eine Solaranlage auf Lawinenverbauungen, diese Idee hat schweizweit für Aufsehen gesorgt. Technisch wäre das ganze machbar. Das grosse Problem ist die Finanzierung. Nun appelliert die Gemeinde St. Antönien an Solarkraftfans, um die fehlenden drei Millionen Franken zu finden.

Eine Lawinenverbauung Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: St. Antönien will die Lawinenverbauungen für Solarenergie nutzen. Keystone

Nachdem seit ein paar Monaten klar ist, dass die öffentliche Hand das geplante Solarkraftwerk finanziell nicht unterstützt, musste man in St. Antönien kreativ werden. Abschreiben mochte man das Projekt bis jetzt nicht.

Noch fehlen drei Millionen Franken, sagt Gemeindepräsident Jann Flütsch. Das Geld will man nun mit dem Verkauf von Solarstromzertifikaten auftreiben. Finden sich bis Ende Juni genug Private und Unternehmen, die solche Zertifikate erwerben möchten, könne man starten.

Bleiben die Zusagen bis dann allerdings unterhalb der Drei-Millionen-Marke, sei das Projekt gestorben, heisst es bei der Gemeinde.