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Graubünden Toter Wolf in Tamins

Die Wildhut des Kantons Graubünden hat in der Nähe von Tamins den Kadaver eines Wolfs gefunden. Das Tier starb an einer Schussverletzung. Alles deutet auf einen illegalen Abschuss hin. Der Kanton Graubünden hat bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige eingereicht.

Legende: Video Toter Wolf in Tamins abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 08.01.2014.

Wie der Kanton Graubünden mitteilt handelt es sich bei dem Tier um einen männlichen Jungwolf. Vermutlich gehörte er zum Calanda-Rudel.

Der tote Wolf wird vom pathologischen Institut der Universität Bern untersucht. Nun steht fest: Das Tier wurde bereits vor zwei Wochen angeschossen. Es ist anzunehmen, dass es noch ein paar Tage gelebt hat, bevor es gestorben ist. Es ist den Folgen eines Streifschusses erlegen, der das Raubtier am rechten Schulterblatt und am Hals verletzt hatte.

Das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement hat nun bei der Bündner Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Person, die für den illegalen Abschuss verantwortlich sei, müsse zur Rechenschaft gezogen werden, teilt der Kanton mit.

Zwar habe es in der Bevölkerung immer wieder Diskussionen zum Wolfsrudel gegeben, besorgte Dorfbewohner hätten Angst vor den Tieren, Schafhalter und Jäger mögen ihn nicht. Dennoch sagt der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi: «Dass wir einen illegalen Abschuss feststellen mussten, kommt für uns sehr überraschend».

Wolf kommt ins Mittelland

Der Wolf hat sich in diesem Winter erstmals wieder ins Mittelland vorgewagt. Ein Raubtier attackierte kurz hintereinander zwei Schafherden im Kanton Waadt und tötete insgesamt vier Tiere. In beiden Fällen kam der Wolf nahe an die Dörfer heran.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Küng, Tamins
    So ist unsere hochlöbliches Jagdinspektorat, nur zugeben was man ihnen Beweisen kann, ja nicht mehr. Hätten sie immer Ehrlich informiert wäre es vielleicht nicht so weitgekommen. Aber eben mit einem Wildbiologe der nicht rechnen kann und einem Dr.Brösmali der glaubt den Täter schon im Sack zu haben kann es nicht gut gehen.
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  • Kommentar von Gunnar Leinemann, Teuffenthal
    Hier http://www.natuerlich-online.ch/meinung/stichwort/Subvention/ noch ein guter Artikel, der zeigt, warum das ewige Gejammer und die Forderungen der Schafhalter eigentlich eine absolute Frechheit sind. Und leider merken die auch nicht, dass es nicht an ihnen ist, zu bestimmen, wie sich unsere Fauna zusammensetzt. Die Schafhalter, die mir dem Wolf nicht klarkommen, sollen sich ein anderes Hobby suchen – nur wird das vielleicht nicht so schön subventioniert.
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    1. Antwort von P. Wittwer, Thun
      Es ist eine absolute Frechheit wie Sie über die Schafhalter herziehen. Die Aufgabe der Schafe und Ziegen ist, dass unsere Alpen bewirtschaftet werden, damit wir Menschen eine gepflegte Natur zum Wandern geniessen können. Auch ist diese Art der Bewirtschaftung für unsere Trinkwasserversorgung ausserordentlich wichtig, ect. Für diese Arbeit erhält der Schafzüchter Subventionen. Wenn Sie nun mit allen Mitteln den Wolf in der Schweiz einführen wollen, wo absolut nicht nötig ist, so entstehen solche
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    2. Antwort von P.Wittwer, Thun
      solche Probleme. Der Wolf ist niemals vom Aussterben bedroht. Wir haben Jäger, die ihre Arbeit zur vollsten Zufriedenheit erfüllt haben, schon viele Jahrhunderte. Eigentlich sollten nicht wir Steuerzahler den Schafzüchtern die vom Wolf gerissenen Schafe vergüten, sondern Sie Herr Leinemann.
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  • Kommentar von Mona El Baradie, Valzeina
    Peter Escher - Hätten Sie gerne in den Schuhen des verletzten Wolfes gesteckt und wären elend zu Grunde gegangen?
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    1. Antwort von P.Wittwer, Thun
      Frau El Baradie entschuldigen Sie mich bitte, aber wenn ein Wolfsrudel ein Tier „ermordet“, dann kann das Stunden ja Tage dauern, bis es gestorben ist. Bei lebendigem Leib werden Tiere von hinten angefallen und Fleischstück für Fleischstück vom flüchtenden Tier abgerissen. Wenn Sie dem nicht Glauben schenken können, schauen Sie bitte unter www.yotube.com die grauenhaften Szenen an, die der Wirklichkeit entsprechen.
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    2. Antwort von P.Wittwer, Thun
      Ich bitte Sie auch, die Video’s anzuschauen und was noch wichtiger ist, hören Sie zu, wie die Filmemacher und die Fotosafari-Mitmenschen lachen können, wenn es um Leben und Tod dieser Tiere geht.
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