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Die Differenzen zwischen Graubünden und Vorarlberg.
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Tuberkulose beim Wild Schweizer Behörden kritisieren Fütterungen in Österreich

Im grossen Stil werden in Österreich Hirsche gefüttert. Das könnte auch für das Schweizer Wild gefährlich werden.

Tuberkulose-Gefahr bei Fütterung: Die gross angelegten Wildtierfütterungen in Österreich und Deutschland können für die Tiere zum Risiko werden. Bis über 100 Hirsche können sich auf einem Platz befinden. Solche Ansammlungen begünstigen die Ausbreitung von Krankheitserregern. Zum Beispiel die Tuberkulose, welche seit Jahren im Vorarlberg grassiert.

Gefahr für Mensch und Nutztiere: Die Krankheit kann beispielsweise auf Kühe und somit über die Rohmilch auch auf Menschen übertragen werden. In der Nähe des vorarlbergischen Bregenz musste vor einigen Tagen wegen der Tuberkulose ein Bauernhof geschlossen werden. Im vergangenen Jahr erkrankte im Vorarlberg ein Kleinkind an Tuberkulose.

Hirsch bei Wildtierfütterung im Winter
Legende: Ein Hirsch-Stier neben einer Futterkrippe im Allgäu. SRF

Kritik aus Graubünden: Der Bündner Kantonstierarzt Giochen Bearth hat kein Verständnis für die Fütterungen: «Im Hinblick auf die Tuberkulose sind Fütterungen das Schlimmste, was man machen kann. Das ist inakzeptabel.» In Graubünden sind Fütterungen seit bald zwei Jahren verboten.

Tuberkulose im Grenzgebiet: Das Thema beschäftigt die Bündner Behörden, da Hirsche aus dem Vorarlberg immer wieder nach Graubünden wandern. Noch immer gilt Graubünden als tuberkulosefrei; auch nach den neuesten Untersuchungen im letzten Herbst. Allerdings warnt Giochen Bearth: «Unweit der Grenze wurden bereits kranke Tiere entdeckt.» Man tausche sich deshalb regelmässig mit den Vorarlberger Behörden aus.

Wildtierfütterung im Winter
Legende: Rotwild an der Futterkrippe: Die Nähe der Tiere auf engstem Raum kann zum Problem werden. SRF

Vorarlberg hält an Fütterungen fest: Für die Österreicher sind Fütterungen eine Möglichkeit, den Wald zu schützen. Die Idee: solange die Hirsche auf den Futterplätzen sind, richten sie keine Schäden im Schutzwald an. Ein Verbot sei deshalb kein Thema, sagt der Landeswildökologe Hubert Schatz.

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