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Umfahrung Schmitten Beschwerde abgewiesen - Kanton muss Entschädigung zahlen

Der Kanton Graubünden hat im Streit um die geplante Umfahrung des Dorfes Schmitten im Albulatal vor Verwaltungsgericht zwar gewonnen. Trotzdem muss die Regierung mehrere Umweltverbände und auch Private mit insgesamt 66'000 Franken aussergerichtlich entschädigen.

Wie das Bündner Verwaltungsgericht am Dienstag mitteilte, lehnte es zwei Beschwerden gegen die geplante Umfahrung des Dorfes Schmitten ab. Publiziert wurden zwei Urteile, von denen die Umweltverbände WWF, Pro Natura und Stiftung für Landschaftsschutz Schweiz sowie eine Reihe von Privaten betroffen sind.

Für die Gerichtskosten von total rund 15'000 Franken müssen einerseits die Bündner Regierung, auf der anderen Seite die Umweltorganisationen und Private aufkommen. Weiter entschied das Gericht, dass die Bündner Regierung die Umweltverbände und Private mit total 66'000 Franken aussergerichtlich entschädigen muss.

Das Bergdorf an einem Sommerabend, aus der Distanz fotografiert.
Legende: Die Umfahrung Schmitten kann gebaut werden - sofern die Beschwerdeführer den Entscheid nicht weiterziehen. RTR

Der Grund dafür liegt darin, dass die Unterlagen des Kantons für das Umfahrungsprojekt seinerzeit ungenügend waren. Das Gericht musste zur Beurteilung des Falles ein Fachgutachten einholen und sah es als erwiesen an, dass die Einreichung der Beschwerden zum damaligen Zeitpunkt gerechtfertigt war.

Deshalb hätten die Beschwerdeführer nun Anspruch auf eine aussergerichtliche Entschädigung, schrieb das Gericht. Bezahlen muss die Beschwerdegegnerin, somit die Bündner Regierung.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Mazenauer (StiniPurebred)
    Ein winzig kleines Dorf lässt sich die wunderschönste Sonnenterrasse mit einer überdimensionalen Umfahrungsstrasse zupflastern- mit einem solch minimalen Verkehrsaufkommen- das versteht kein normaler Mensch. Vielleicht erhält die Gemeinde und das Kartell so noch einen Zustupf?? Es werden noch weniger Gäste und gar keine Zuzüger mehr kommen..... Denn sie wissen nicht, was sie tun...
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  • Kommentar von b. glaset (glaset)
    Danke liebe Kläger, wir zahlen das wieder mit Steuergeldern... und liebe Richter, nicht die Bündner Regierung zahlt, sondern der normale Steuerzahler. So betrügen wir uns laufend selbst.
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