Zum Inhalt springen
Inhalt

Verfahren eröffnet Der Jagdhund des Davoser Landamanns fällt ein Reh an

Legende: Audio «Es stimmt nicht alles, was in der Zeitung steht», Tarzisius Caviezel abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
01:46 min, aus Regionaljournal Graubünden vom 07.02.2019.

Den Vorfall hatte gestern Mittwoch die Webseite «blick.ch» publik gemacht. Auf Anfrage sagt heute Tarzisius Caviezel, Davoser Landammann und Vizepräsident des Bündner Patentjägerverbands, nicht alles was geschrieben wurde, stimme.

Allerdings treffe es zu, dass sein Hund am vergangenen Wochenende ein Reh hetzte. «Der Hund hat das Reh gestellt und es ist später verendet», sagt Caviezel. «Die ganze Geschichte tut mir unglaublich leid», so der Landamann weiter.

Eine kleine Unaufmerksamkeit beim Wechseln der Leine habe dazu geführt, dass der Hund ausgerissen sei.

Fall liegt bei den Behörden

Vehement widerspricht der Landammann allerdings weiteren Darstellungen in besagtem Artikel. Er habe weder versucht das Reh über eine Leitplanke zu legen und ihm das Genick zu brechen, noch habe er nach dem Vorfall seinen Hund geschlagen.

«Warum sollte ich meinen Hund schlagen! Er hat keinen Fehler gemacht, den Fehler habe ich begangen.» Mittlerweile beschäftigt der Vorfall die kantonalen Behörden.

Das Bündner Amt für Jagd und Fischerei hat ein Verfahren eröffnet, heisst es auf Anfrage. Es werde abgeklärt, ob das Jagdgesetz verletzt wurde, konkret Artikel 18. Dort heisst es, wer seinen Hund wildern lasse, werde mit einer Busse bestraft.

Hunde, die Wildtiere anfallen, gibt es laut dem Amt für Jagd immer wieder. Im Jahr 2017 wurden 19 Fälle bekannt, im Jahr davor waren es 23. In der Regel seien es aber nicht Jagdhunde, sondern normale Haushunde, die in die Vorfälle verwickelt seien.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Der Jagdinstinkt ist bei jedem Hund vorhanden, genau darum muss der Meister seinen Hund immer im Griff haben, hauptsächlich in den Wintermonaten wo das Wild in die Täler zieht. Oft sehe ich bei meinen Wanderungen haarsträubende Pflichtverletzungen durch Hundehalter. Darum sollte man die Hundeprüfungen nicht abschaffen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Albrecht Lauener («LebendigeEthik»)
    Eine Tragik genug, dass diese billigen und längst überflüssigen Jagd-Instinkte noch gepflegt werden...! Dass man Tiere zum Jagen einsetzt und das Wild in respektlosen Stress versetzt, ist deplatziert...! Wir können uns in dem Masse als zivilisiert betrachten, wie wir mit den Tieren umgehen…! Meine Ansicht ist, dass wir, die für die Schonung der Tiere eintreten, ganz dem Fleischgenuss entsagen, und auch gegen ihn reden… (Albert Schweitzer - 1875 bis 1965 - Friedensnobelpreisträger 1952!)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen