Verzögerung: Heisses Eisen Bündner Wirtschaftsförderung

Die grossrätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben berät zurzeit den «Bericht über die Wirtschaftsentwicklung». Die Gespräche seien konstruktiv, beraten sei jedoch erst ein Drittel, sagt Kommissionspräsident Urs Marti. Das Geschäft wird deshalb auf die Dezember-Session verschoben.

Ein Biker fährt über eine Wiese. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Tourismus fördern, aber wie? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die grossrätliche Kommission WAK. Keystone

Neue Unternehmen nach Graubünden locken, innovative Leute bei ihren wirtschaftlichen Plänen unterstützen, kurz: Die Bündner Wirtschaft ankurbeln. Das ist das Ziel des neuen Bündner Wirtschaftsentwicklungsgesetzes. Im August publizierte die Regierung einen Bericht dazu, eine Auslegeordnung möglicher Felder für die Wirtschaftsförderung («Tourismus bleibt Trumpf» vom 15.9.2014). Die Beratung des Berichts im Parlaments wäre im Oktober geplant gewesen.

Nun hat die zuständige Kommission beantragt, die Diskussion im Grossen Rat in den Dezember zu verschieben. Man habe erst einen Drittel des Berichts durchberaten. Die Gespräche seien konstruktiv und spannend, sagte auf Anfrage Kommissionspräsident Urs Marti, man brauche aber sicher nochmals drei volle Tage.

Im Bericht selber sind mögliche Stossrichtungen formuliert. Die Kommission arbeitet diese nun durch und macht Änderungsvorschläge sowie Ergänzungen. Gestützt auf die Beratung im Parlament wird dann die Regierung einen Gesetzesentwurf erarbeiten.