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Graubünden Windpark im Bündner Oberland schrumpft

Der im Bündner Oberland geplante Windpark, eines der grössten Windprojekte der Schweiz, schrumpft. Vorerst sollen nur 20 Windturbinen gebaut werden. Vor drei Jahren sprachen die Promotoren noch von 40 bis 60 Windrädern, am Anfang der Planung gar von bis zu 106.

Windpark
Legende: So könnte der Parc da Vent Surselva einmal aussehen: Die abgebildeten Windturbinen haben eine Nabenhöhe von 60 Metern. ZVG

Im Verlauf der Abklärungen habe man immer mehr Zonen als Standorte für Windräder ausschliessen müssen, so Rolf Menzi, Präsident des Verwaltungsrates der Altaventa, zur wiederholten Verkleinerung des Projektes. Ausschlussgründe gewesen seien etwa instabiler Boden, fehlender Wind, Naturschutzgebiete oder zu hohe Erschliessungskosten.

Die Redimensionierung bei der Projektentwicklung sei ein natürlicher und erwarteter Prozess, betonte Menzi. Die Vorgaben liefert die Gesetzgebung des Bundes für die kostendeckende Einspeisevergütung für erneuerbare Energien KEV. Offenbar erfüllte Altaventa die KEV-Vorgaben. Erst im Oktober bekam die Aktiengesellschaft die Zusage, die KEV für den Oberländer Windpark während 20 Jahren zu erhalten.

Mit einem Baubeginn rechnet der Verwaltungsratspräsident frühestens im Frühling 2017. Die Bauzeit für 20 Anlagen wird auf zwei Jahre veranschlagt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Marlisa Schmid, Rebstein
    Absolut schockierend! Nun soll auch noch die bisher unversehrte Berglandschaft mit Windparks verunstaltet werden. Als gäbe es nicht schon genügend Liftmasten, Hochspannungsleitungen, Funparks usw. Die wunderschöne Bergwelt war bisher noch eine der wenigen Rückzugsgebiete, um sich vor der masslosen Zubetonierung im Mittelland in der unversehrten Landschaftskulisse zu erholen. Sie ist unser grösstes Kapital und Grundlage des Schweizer Tourismus. Windräder in den Bergen NEIN Definitiv nicht!
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    1. Antwort von Martin Jäger, Tschappina, Obersaxen
      Liebe Marlisa Genau so ist es und der Nationalrat will sogar Energiebeschaffung in Schutzgebieten erlauben, welche heute verfassungsmässig geschützt sind. Im Nationalpark hat es dochauch noch Sonne und Wind! Geh mal auf www.surselva-no-windpark.ch Viel Spass!
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  • Kommentar von HP. Dietrich, 3073
    Es lebe die Energiewende! Jetzt kommen dann die Einsprachen der Naturschützer, Heimatschützer, Ornithologen, Fischer, Jäger und und und........
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