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Legende: Audio Ein Laden gegen den Plastikwahn abspielen. Laufzeit 04:52 Minuten.
04:52 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 18.12.2018.
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Zero Waste Ein Laden gegen den Plastikwahn

Die Zero-Waste-Bewegung ist in Graubünden angekommen. Die Idee hat die 28-jährige Natacha Espirito Santo nach Chur gebracht.

Getreide, Linsen, einheimischer Joghurt, Schokolade, Holzzahnbürsten oder vegane Kondome (sie werden ohne tierische Weichmacher hergestellt) gehören zum Sortiment im ersten Zero-Waste-Laden in Chur.

Die Produkte kommen aus der Region, aus der Schweiz oder aus Italien. Alles sei nachhaltig produziert, sagt die Geschäftsführerin Natacha Espirito Santo. Und die meisten Produkte werden ohne Verpackung und im Mehrwegsystem verkauft. Die Kunden füllen die Waren vor Ort in eigene Gefässe oder Stoffsäcke ab.

Mit Esswahren gefüllte Glasbehälter an einer Wand
Legende: Die Esswaren werden in Behälter abgefüllt, welche die Kunden selbst mitbringen. SRF

Mit diesem Konzept wollen Espirito Santo und ihre Mitstreiterinnen ein Zeichen gegen die Abfallberge setzten. In der Schweiz werden jedes Jahr beinahe sechs Millionen Tonnen Haushaltsabfall produziert, pro Kopf sind es rund 700 Kilo.

Zero Waste – Ein Leben ohne Abfall

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Der Ausdruck «Zero Waste» kommt aus dem Englischen und hat eine doppelte Bedeutung: «Null Abfall» aber auch «null Verschwendung». Ziel der Bewegung ist es, möglichst wenig Abfall zu produzieren und Rohstoffe nicht zu vergeuden. Im Visier stehen vor allem unnötige Verpackung, die mehr Energie und Ressourcen verbrauchen als die Erde erneuerbar produzieren kann.

«Die Abfallthematik, der Klimawandel, die ökologischen Problem sind brisante Themen. Die Leute beschäftigen sich damit, ich spüre das», sagt Espirito Santo. Besonders auch junge Menschen würden sich für ihr Projekt interessieren, sagt die 28-jährige Churerin mit portugiesischen Wurzeln. Sie will diese Bewegung weiter voran bringen. Ihr Laden soll nicht einfach ein Laden sein, sondern ein Ort des Austausches und der Veränderung.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Müller (Hugh Everett)
    Für mich tönt das eher so nach einem "Hipsterly-Trend" aus der "grossen Stadt". Sobald man nämlich in den Magreb, den mittleren Osten oder nach Indien reist, (teils auch noch in China), findet man nur Basare und Läden sie z.b. Teigwaren offen verkaufen. Ob es dann so hygienisch ist, wenn die Spatzen im Supermarkt in die offen daliegenden Teigwaren kacken (Marokko), oder die Katzen die mal am Fleisch lecken (Marokko), überlasse ich jedem selbst zu Urteilen.
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  • Kommentar von Michel Koller (Mica)
    Von einem Extrem ins Andere. Kaum zielführend und wird sich so nicht durchsetzen. Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie in der Migros am Samstag hunderte Kunden Reis, Nudeln, Mehl etc. nachfüllen. Verpackungen reduzieren und aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen ist eine gute Sache aber Extreme bringen uns nicht weiter.
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    1. Antwort von Michel Koller (Mica)
      "Klappte früher auch" ist so ne Sache, denn wir sind nicht mehr anno dazumal und das gesamte System hat sich verändert. Ich interessiere mich vor allem für Möglichkeiten, welche heute und in grossen Massstab funktionieren. Die Produkte sind teurer und Menschen mit kleinem Einkommen sind dann schon mal aussen vor. Bei Biokunststoffen, welche dann bestenfalls noch abbaubar sind, sind die Kosten überschaubarer und die Reichweite der Verbreitung ist wesentlich grösser.
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