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Zu viele Tiere Alpenländer wollen Schutz des Wolfes in der EU lockern

In einer Resolution fordern die Länder und Kantone im Alpenraum, dass der Schutzstatus des Wolfes in der EU gelockert wird.

Wolf
Legende: Für den Wolf soll nicht mehr der höchste Schutzstatus in der EU gelten. Keystone

Der europäische Wolfsbestand sei rasant im Steigen, schreibt die Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer (Arge Alp) in ihrer Resolution. Es gebe mehr als 100 Wolfsrudel mit rund 600 Individuen. Die Gesetze zum Schutz des Wolfes seien jedoch zu Zeiten geschaffen worden, in denen die Spezies Wolf stark bedroht gewesen sei.

Durch die grössere Anzahl Tiere gebe es auch mehr Konfliktpotenzial mit Nutztieren und Menschen. Dadurch steige auch die Gefahr, dass Wölfe illegal getötet werden.

Die Herden zu schützen sei für die Landwirtschaft ein Mehraufwand und ein Erschwernis. Dies erhöhe das Risiko, dass die Almwirtschaft bald verschwinde.

Die Arge Alp fordert deshalb:

  • europäische Mittel für den Herdenschutz, dort, wo er Sinn mache,
  • den Schutzstatus des Wolfes in der EU zu senken,
  • ein länderübergreifendes Monitoring,
  • dass auch auf nationaler Ebene Möglichkeiten zur Eindämmung des Wolfes geschaffen werden.

Arge Alp

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In der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer sind zehn Regionen, Provinzen, Kantone und Bundesländer aus den Staaten Österreich, Deutschland, Italien und Schweiz vertreten.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die Krux mit der Menschen Verstand und Egoismus! "Ego first", vor allen andern!
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  • Kommentar von Rainer Fauser (Rainer Fauser)
    Vor der Ausrottung des Wolfes hier gab es kein Gejammere, Herdenschutzhunde waren obligatorisch. Es gab keine Entschädigung und keine EU. Die Herden damals waren teils grösser als heute. Nur gab es damals vernünftigerweise in der CH auch weniger Menschen und keine Masseneinwanderung mit Zubetonierung der Landschaft. Dahin zurück muss der Weg des Fortschritts gehen. Übrigens ist der prozentuale Verlust bezogen auf den Gesamtbestand der Nutztiere durch Wolfsrisse vernachlässigbar.
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  • Kommentar von tom rosen (tom rosen)
    In Indien, Pakistan, Usbekistan, Mongolei, Kanada, Russland, der Ukraine und anderen Ländern mit freier, wilder Wolfspopulation werden jährlich ein paar dutzend Menschen, meist Kinder, von Wölfen getötet. Das wird geflissentlich unter den Teppich gekehrt. Natürlich hat der Wolf ein Existenzrecht. Das gleiche wie ich. Nicht mehr, nicht weniger. Und wenn er mir oder meinen Kindern zu nahe kommt, dann hätte er vielleicht auch besser ein Gewehr erfunden um mich zu erlegen. Hat er nicht? Tja...
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