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Legende: Audio Bündner Nüsse für Bündner Nusstorte abspielen. Laufzeit 04:01 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 13.02.2019.
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Zutaten aus Malans Bündner Nüsse für Bündner Nusstorte

Der Hauptrohstoff für die Bündner Nusstorte soll künftig zu einem Teil in der Region produziert werden.

In Malans hat Bauer Johannes Janggen in den vergangenen knapp zehn Jahren 1300 Nussbäume gepflanzt. Die Bäume wachsen und gedeihen und sollen in diesem Jahr zum ersten Mal einen grösseren Ertrag abwerfen. Von rund 3,5 Tonnen Nüssen geht der Bauer aus. Bis im Jahr 2023 will er jährlich 16 Tonnen Nüsse ernten.

Ein Riesen-Nussknacker in Malans

Um die Nüsse für den Verkauf vorzubereiten, wird auf dem Hof von Johannes Janggen zurzeit ein Verarbeitungszentrum aufgebaut. Das Herzstück ist ein vollautomatischer Riesen-Nussknacker. Dieser hat er in Kalifornien, einer Hochburg des Walnussanbaus, gekauft. Um das Ziel von 50 bis 60 Tonnen Nüssen im Jahr zu erreichen, haben sich rund 15 Bauern aus Graubünden, dem Rheintal und aus Luzern in einer Genossenschaft organisiert.

Bauer. Johannes janggen vor seiner jungen nussplantage
Legende: Im Herbst sollen die Bäume von Bauer Johannes Janggen zum ersten Mal einen ordentlichen Ertrag abwerfen. SRF

Mehrere Bündner Bäckereien zeigen schon jetzt Interesse an den einheimischen Nüssen. Die Bäckerei Merz in Chur beispielsweise kauft jährlich rund zwei Tonnen Nüsse aus dem Ausland. «Wir würden aber sehr gerne mehr einheimische Nüsse verwenden», sagt Geschäftsführer Roni Merz. In einer ersten Phase will er den einheimischen Produzenten rund eine Tonne Nüsse abkaufen und diese in seinen Nusstorten verarbeiten.

Teurere Nusstorten

Die einheimischen Nüsse kosten doppelt so viel wie Importnüsse. Bäcker und Bauern sind sich einig, dass dieser Aufpreis auf den Konsumenten abgewälzt werden muss. Eine Nusstorte würde bei der Bäckerei Merz dann zwei Franken bis zwei Franken fünfzig mehr kosten.

Mensch mit Nüssen
Legende: In der Bäckerei Merz in Chur werden die Nusstorten noch mit Importnüssen produziert. Bald soll es aber auch die ersten Nusstorten mit einheimischen Nüssen geben. SRF

Auch Bauer Johannes Janggen ist der Ansicht, dass das Projekt funktionieren kann. Gerade in Zeiten, in denen vermehrt auf regionale und lokale Produkte gesetzt wird. Vor knapp zehn Jahren ist Janggen in die Nussproduktion eingestiegen. «Die Nüsse sind ein Generationenprojekt», sagt er. «Wenn mein Sohn den Bauernhof dereinst übernehmen will, wird er irgendwann profitieren von unserer Aufbauarbeit in den Nussplantagen».

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Caviezel  (Angemeldet)
    "zwei Franken bis zwei Franken fünfzig mehr kosten." Neue Mode der Medien: Zahlen, Masse und Gewichte auszuschreiben. Was soll das? Fr. 2.-- bis 2.50" z.B. ist wesentlich angenehmer zu lesen als die ausgeschriebene Variante. Interessanterweise wenden alle Medien plötzlich gleichzeitig solche neuen Moden an. Da muss irgendwo eine "Influencia" sein die grippeartig um sich greift.
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    1. Antwort von Gaudenz Zimmermann  (Gaudenz Zimmermann)
      Die neue Nusstrote soll also mehr kosten. Mit den gleichen Nüssen wie bisher gebacken ist sie nicht besser. Eine Geschmackverbesserung erreicht man nur, wenn man ausschliesslich die traditionellen Zutaten verwendet und auf "pflanzliche Fette und Zusatzstoffe (E341,E322 etc.) verzichtet. Der Verein SLOW FOOD stellt fest: Die heute in Grossproduktion hergestellten Torten sind ein minderwertiges Industrieprodukt. Backt doch eure Torten selber!
      Dr. Gaudenz Zimmermann
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