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Legende: Audio Mutterkuh verletzt Wanderer abspielen. Laufzeit 00:50 Minuten.
Aus Regionaljournal Graubünden vom 01.07.2019.
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Zwischenfall mit Mutterkuh Eine Mutterkuh hat am Berninapass einen Touristen angegriffen

  • Ein 55-jähriger italienischer Tourist ist am Sonntag am Berninapass von einer Mutterkuh angegriffen worden.
  • Er durchquerte die abgezäunte Weide einer Mutterkuhherde.
  • Das Tier verletzte den Wanderer schwer am Kopf.
  • Die Mutterkuh liess erst vom Mann ab, als ein Helfer die Kuh vertrieb.

Der Italiener und seine Ehefrau durchquerten kurz nach 16 Uhr bei der Örtlichkeit Braita auf Gemeindegebiet von Poschiavo die abgezäunte Weide einer Mutterkuhherde. Wie die Kantonspolizei Graubünden am Montag informierte, griff eine Mutterkuh den Wanderer an.

Karte Braita.
Legende: SRF

Helfer vertrieb die Kuh

Das Tier liess erst ab vom Mann, als der Bewohner eines nahe gelegenen Maiensässes zu Hilfe eilte und die Kuh vertrieb. Mit schweren Kopfverletzungen wurde der Italiener ins Spital nach Poschiavo gebracht. Seine Ehefrau erlitt einen Schock.

Weitere Vorfälle

Schon öfters ist es während der Wanderzeit zu Vorfällen mit Mutterkuhherden gekommen. Im Jahr 2015 starb in Laax eine Frau nach einem Angriff einer Mutterkuhherde.

Das Kantonale Amt für Landwirschaft rät, von den Mutterkühen mindestens 50 Meter Abstand zu halten. Auch wird diskutiert, ob Wanderwege ausgezäunt werden sollen, so wie das der Verein Bündner Wanderwege in einem Schreiben an die Gemeinden fordert.

Verhaltensregeln bei Begegnung mit Mutterkühen

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Warnschild Kühe
Legende:Keystone
  • Betreten Sie eine Kuhweide, sollten Sie sich ruhig verhalten, um die Tiere nicht aufzuscheuchen.
  • Halten Sie Distanz zum Rindvieh: Versperren Kühe den Wanderweg, gehen Sie lieber um sie herum als mittendurch.
  • Das Kalb auf keinen Fall berühren, sonst will es die Mutterkuh verteidigen. Drohgebärden von Kühen zeichnen sich durch Heben und Senken des Kopfes, Schnauben, Scharren und Brüllen aus. Verlassen Sie bei solchen Signalen die Weide langsam. Schnelle Bewegungen wirken bedrohlich.
  • Hunde wecken bei Kühen, Rindern und Stieren ein Abwehrverhalten. Halten Sie Ihren Hund immer an der Leine und unter Kontrolle. Wird er von einer Kuh angegriffen, lassen Sie ihn fliehen, sie sind meist schneller.

(Quelle: Mutterkuh Schweiz, Link öffnet in einem neuen Fenster)

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Fadri Guidon  (guf)
    Leider wird wieder nicht erwähnt, welche Kuhrasse es war und ob frisch geborene Kälber in der Herde waren. Es gibt bei den Rassen riesige Unterschiede. Bei ehemaligen Milchrassen (Braunvieh, Simmen taler etc.) hat man seit Jahrhunderten auf Gutmütigkeit gezüchtet. Man wollte sie ja melken. Bei Fleischrinderrassen (Angus, Limousin etc.) war das eben nicht so wichtig. Heute weiss aber jeder Landwirt, dass aggressive Tiere ausgemerzt werden müssen.
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  • Kommentar von Erich Singer  (liliput)
    Herr Hausammann ich kenne diesen Wanderweg und er führt eben NICHT durch die Weide!! Einen "Stuss" was sie hier rauslassen!! Ausserdem hat es eine Warntafel! Einfach etwas behaupten das überhaupt nicht stimmt.
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    1. Antwort von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
      Dass Wanderwege oft durch Mutterkuhweiden führen ist jedenfalls auch Fakt. Und wieso Wanderwege einfach zur Gefahrenzone umfunktioniert werden, ist wohl auch nicht ganz gesetzeskonform. Entweder muss der Gesetzgeber Klarheit schaffen oder die Gerichte... weitere "Unfälle" sind absehbar wenn nur Täfeli aufgestellt werden.
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  • Kommentar von B Näf  (uluru)
    Sei froh, war es kein Bär.
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