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Legende: Audio Rorschach ist bekannt für sehr prominente Festredner abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 01.08.2019.
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1. August-Feier mit Prominenz Rorschach hat einen Ruf für hochkarätige Festredner

Die Festrede gehört zum 1. August wie die Wurst und die Schweizerfahne. Kaum eine Region kann aber Jahr für Jahr so hohen Besuch empfangen wie Rorschach am Bodensee. Beim gemeinsamen Fest der Gemeinden Rorschach, Goldach und Rorschacherberg hielten schon die Bundesräte Alain Berset und Ignazio Cassis die Festrede und in diesem Jahr Karin Keller-Sutter - ihre einzige 1. August-Ansprache.

Karin Keller Sutter schreitet durch das voll besetzte Fetzelt
Legende: Keystone

Dahinter steht der Rorschacher Stadtpräsident und SVP-Nationalrat Thomas Müller: «Ich versuche immer ein Mitglied des Bundesrats oder mindestens einen Ständerats- oder Nationalratspräsidenten als Redner zu begeistern.»

Thomas Müller und Karin Keller Sutter
Legende: Keystone

Am Anfang sei das schwieriger gewesen, unterdessen habe sich fast eine Eigendynamik entwickelt, sagt Müller: «Die Bundesräte können auch nicht alle Tage vor zwei- bis dreitausend Personen sprechen. Sie wissen, dass sie hier wie Popstars empfangen werden.»

Zusammenfassung Rede Karin Keller-Sutter

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Globalisierung und Digitalisierung setzen die Schweiz unter Anpassungsdruck. Sie verunsichern viele im Land, wie Bundesrätin Karin Keller-Sutter am Mittwochabend in Rorschach SG in ihrer Bundesfeierrede sagte. Die Schweiz könne sich dem aber nicht entziehen.

Sie dürfe sich dabei nicht unter Wert verkaufen. Die Schweiz müsse ihre Interessen konsequent verteidigen, forderte die Justizministerin. Das gelte auch für das Verhältnis zur EU.

Die EU sei für viele ein Feindbild. Diese seien sich sicher, dass die Gemeinschaft an ihrer Sturheit zerbrechen oder von innen aufgerieben werde. Die Schweiz habe aber kein Interesse an einem schwachen Europa. Zwar rege sie die Machtpolitik der EU gegenüber der Schweiz auch auf, erklärte Keller-Sutter laut Redetext.

Aber die EU trage wesentlich zur Stabilität in Europa bei. Ein starkes Europa sei als Gegengewicht zu den Grossmächten USA und China nötig. Und die Schweiz brauche eine gute Zusammenarbeit mit Europa. Das gelte vor allem beim Schutz der Aussengrenzen und in der Migrationspolitik.

Aber auch als wichtigster Handelspartner sei die EU zentral. In sie gehe mehr als die Hälfte der Warenexporte. Diesen Marktzugang dürfe die Schweiz nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, indem sie die Personenfreizügigkeit kündigt. Das verlangt die SVP-Initiative "für eine massvolle Zuwanderung" (Begrenzungsinitiative).

Ob der bewährte bilaterale Weg mit einem langfristigen Rahmenabkommen zu sichern ist, sei eine andere Frage, sagte Keller-Sutter. Der Bundesrat werde das Abkommen nur unterzeichnen, wenn die offenen Fragen im Interesse der Schweiz gelöst sind.

So wolle die Landesregierung EU-Bürgern keine Sozialhilfe zahlen, wenn sie nicht in der Schweiz gearbeitet haben. Und der Lohnschutz in der Schweiz müsse gewährleistet sein. Aber es sei klar, dass keine Lösung möglich sei, wenn niemand bereit ist, einen Schritt auf den anderen zuzumachen.

Das ganze Drumherum, das sei aber auch wichtig, so Müller. Er lobt die Vereine und Organisatoren, welche einen reibungslosen Festbetrieb garantieren. Damit und mit dem Feuerwerk würden die Leute nebst den Festrednern begeistert.

Müller und Keller-Sutter im Festzelt
Legende: Keystone

«Ich habe meinem Nachfolger im Amt angeboten, dass ich mich auch in Zukunft für prominente Redner aus dem Bundeshaus einsetzen werde», sagt Thomas Müller. Er gibt per Ende Jahr sein Amt als Gemeindepräsident an Röbi Raths ab.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Warum engagieren wir auch noch an unserem Nationalfeiertag diejenigen, welche gerade unsere Schweiz +Werte verkaufen. Die Obersten wollen uns schon heute daran gewöhnen, wie es ist wenn die Ausländer das Sagen haben.Diese Obersten leben abseits von uns Durchschnittsmenschen +müssen die "Umerziehung" nicht durchmachen.Ich möchte, dass wir die Schweiz ohne "Migranten" +ausländische Giganten in die Zukunft führen. Kleiner +feiner! Und dass es bei uns wieder fröhlicher, gemütlicher,anständiger wird.
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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Ja, hochkarätig mit viel Blei am Fuss! Leider ist es so, je höher das Amt des Festredners, desto weniger vertritt er das Volk +die Schweiz, insbesondere die Qualität, Selbstverantwortung +Selbstbestimmung. Man sollte deshalb nich gerade die Höchsten einladen, sondern diejenigen welche das Volk vertreten. Z.B. die Schweizer-Bauern +die Büezer resp. Handwerker. Ich hoffe, irgendwann mal jemanden sprechen zu hören, der sagt, dass wir weniger Menschen, weniger Bautätigkeit +mehr Natur haben sollen.
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  • Kommentar von Ursula Jost  (Uschi)
    Sorry, mag sein, dass er "ein Händchen" für gute Redner hat, aber sonst?? Gut, dass er bald mal abtritt!!
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    1. Antwort von A. Keller  (eyko)
      Da bin ich ihrer Meinung. Gut, dass Th. Müller bald abtritt. Er ist einer der streitbarsten Politiker der Ostschweiz. Beleidigung der der Schwächsten (Sozialbezüger) .Müller spielt mit Vorurteilen, ein Teil seiner Aussagen sind deplatziert und diskriminierend. Er ist in mancher Hinsicht ein unangenehmer Zeitgenosse.
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