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55-Stunden-Woche Bauern und Arbeitnehmer zanken um neuen Normalarbeitsvertrag

Ausgangslage: Seit 2004 gilt der aktuelle Normalarbeitsvertrag in der Landwirtschaft. Dieser beinhaltet unter anderem eine 55-Stunden-Woche für Angestellte. Der Berufsverband der landwirtschaftlichen Angestellten fordert schon seit Jahren eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit.

Position Bauern: Viele Bauernbetriebe im Kanton St. Gallen sind Viehbetriebe. Da sei es besonders schwierig, die Arbeitszeiten zu reduzieren. Weniger Arbeitsstunden bei den Angestellten bedeute mehr Arbeit für die Bauernfamilien, sagt der St. Galler Bauernverband. Dieser wollte einen Vorschlag des Schweizer Bauernverbands übernehmen. Darin wird festgehalten, dass die maximale Wochanarbeitszeit in Betrieben mit Tierhaltung 52,25 Stunden beträgt.

Position Arbeitnehmer: Der Vorschlag des Schweizer Bauernverbandes sei keine Reduktion, sagt Roland Häberli, Interimspräsident des Verbands landwirtschaftlicher Angestellter Sektion St. Gallen. Es würden einfach die Pausen nicht mehr als Arbeitszeit gerechnet. Brutto bleibe die Arbeit gleich.

Verhandlungen: Die Gespräche für einen neuen Vertrag für das Jahr 2018 blieben ohne Ergebnis. Allerdings erklären beide Seiten, Gespräche seien noch nicht grundsätzlich gescheitert.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Meier (Paul Meier)
    Herr Keller. Eine Frage? Wie soll man bei einem Milchpreis von 55 Rp. das grosse Geld einsacken können? Die Kühe müssen nun mal an 365 Tagen besorgt werden. Bei einer 40 Std. Woche ist die einfach nicht möglich. Nur die Stallarbeiten ergeben ca. diese Grösse. Dann sind noch keine Feldarbeiten gemacht. Bitte 70 bis 80 Rp. für einen Liter Milch vergüten, dann kann man bessere Löhne und kürzere Zeiten in der Landwirtschaft reden. Geiz ist Geil ist nun einfach keine gute Sache. Überlegen tät gut.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    55-Stunden-Woche für Angestellte. Was für ein Horror. Die Bauern beuten die Angestellten total aus, wenn man bedenkt welch miesen Lohn viele erhalten. Die Tierfütterung an Wochenenden kann abwechslungsweise von Angestellten und Bauer betrieben werden gegen Lohnaufschlag. Man weiss wie hart die landwirtschaftliche Arbeit ist, besonderes bei Ackerbau. Die Arbeiter müssen mit weniger Stunden in der Woche belohnt zu werden. Das grosse Geld sackt der Bauer ein.
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