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Ostschweiz Am Pranger: Urteilsveröffentlichung in der Zeitung

Das Kreisgericht Rheintal entschied einen Auszug aus dem Urteil eines Wirtschaftskriminellen zu veröffentlichen. Das ungewöhnliche Inserat erschien gleich in mehreren Tageszeitungen. Damit soll die Öffentlichkeit gewarnt werden.

Urteilsveröffentlichung per Inserat
Legende: Dieses Inserat mit einer Urteilsveröffentlichung wurde in mehreren Zeitungen publiziert. SRF

«X.Y wird des mehrfachen gewerbsmässigen Betruges, der mehrfachen Urkundenfälschung, der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie der Anstiftung dazu, der Misswirtschaft, der Unterlassung der Buchführung, der Fälschung und Ausweisen...»

Dies ist nur ein Ausschnitt aus dem Urteilsauszug, welcher in der Zeitung publiziert wurde. Beim Verurteilten handelt es sich um einen Wirtschaftskriminellen aus dem Kanton St.Gallen. Er wurde für seine Delikte zu fünf Jahren Haft verurteilt. Daneben bekam er ein beschränktes Berufsverbot. Die Urteilspublikation war eine weitere Massnahme, welche das Kreisgericht Rheintal anordnete.

Insgesamt wurde der Mann wegen über 250 Sachverhalten angeklagt. Seine Anklageschrift umfasst über 190 Seiten. Der Mann hat unter Anrechnung seiner beiden Untersuchungshaften sowie des vorzeitigen Strafvollzugs zwei Drittel der Hafstrafe verbüsst. Er ist seit kurzem wieder auf freiem Fuss.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von E. Meier, Zürich
    Der Pranger ist die einzig richtige Busse, welche diese Kriminellen auch als Strafe empfinden. Bloss unsere Kuscheljustiz (ausser Rheintal) will ja Täterschutz und bloss "pro Forma" lächerliche Bussen aussprechen und teure Sozi-Therapien für die armen lieben Täter finanzieren.
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  • Kommentar von A. Stalder, Luzern
    Gratulation an das Das Kreisgericht Rheintal!!! Somit sind die Rheintaler schweizweit die einzige Region, welche keine Täterschutz Kuscheljustiz betreiben und die Bevölkerung von solchen kriminellen Kreaturen schützt.
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  • Kommentar von A. Huber, Basel
    Auf den ersten Blick kann man dem Pranger durchaus Positives abgewinnen. Wenn man sich aber vertieft mit den Konsequenzen solchen Tuns beschäftigt, erkennt man, dass dieser Weg die liberale Gesellschaft beerdigt. Ein weiterer Schritt in Richtung Vollendung des GLÄSERNEN Menschen und des perfekten Präventionsstaates! Der moderne Totalitarismus à-la USA lässt grüssen. Menschen müssen wieder ERZOGEN werden und Fehlverhalten muss konsequent hart bestraft werden - aber nicht auf diese Art und Weise!
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    1. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      @A. Huber: Auf welche Art und Weise denn? Eine liberale Gesellschaft basiert auf Eigenverantwortung, Offenheit und Ehrlichkeit. Der liberale Mensch kann es sich leisten, gläsern zu sein, genauso wie der liberale Staat. Auge und Auge, Zahn um Zahn, so steht es doch im alten Testament, aber das war halt noch zu einer Zeit, als es weder Schriftgelehrte noch Pharisäer gab, die mit ihren leeren Spüchen und Floskeln die Welt glauben machte, man müsse nur ihren Weg gehen, dann werde schon alles gut.
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    2. Antwort von A. Huber, Basel
      @Ernst Jacob: Fehlverhalten ist konsequent hart zu bestrafen, Grenzen müssen klar aufgezeigt werden! Ist der Mensch aber gläsern, wird er durch Gesellschaft, Wirtschaft, Behörden und Politik manipuliert und fremdbestimmt. Gläsern ist ein Antonym für liberal! Der Präventionsstaat, wie oben beschrieben ("...die Öffentlichkeit gewarnt werden"), hat nichts mit Eigenverantwortung zu tun. Er überwacht und kontrolliert ständig, stellt uns alle unter Generalverdacht und suggeriert uns Scheinsicherheit.
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