Asylzentrum Kreuzlingen: Vorwürfe werden extern untersucht

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) lässt Vorwürfe gegen das Asylzentrum Kreuzlingen und die dort tätige Sicherheitsfirma untersuchen. Die Öffentlichkeit soll über die Ergebnisse informiert werden. Mit der Untersuchung will das SEM eine unabhängige externe Stelle beauftragen.

Empfangszentrum Kreuzlingen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Unter anderem wurde die Betreuung der Kinder bemängelt. Dem widerspricht das SEM, es bestehe ein umfassendes Programm. Keystone

Die Vorwürfe hatte die «SonntagsZeitung» publik gemacht. Sie veröffentlichte den Bericht eines deutschen Journalisten, der sich als Asylsuchender ausgegeben hatte. Der Undercover-Journalist schilderte Missstände im Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen.

Unter anderem berichtete er von Gewalt gegenüber Asylsuchenden. Das SEM hält fest, wenn ihm Berichte über kritische Vorfälle vorlägen, würden diese gründlich und sorgfältig abgeklärt. Das SEM habe unmittelbar nach Erscheinen des Artikels damit begonnen, die Vorwürfe zu prüfen. Nun habe es beschlossen, die Untersuchungen auszuweiten und an eine externe Stelle zu vergeben, wie es in einer Medienmitteilung schreibt.