Zum Inhalt springen

Header

Audio
Erster bestätigter Corona-Fall im Kanton St. Gallen: Die Fakten
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 04.03.2020.
abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Inhalt

Ausbreitung Coronavirus Erster bestätigter Corona-Fall im Kanton St. Gallen

Bei einer erwachsenen Frau aus St. Gallen wurde das Coronavirus nachgewiesen. Die Person wird vom Kantonsspital betreut.

Die betroffene Frau befinde sich in guter gesundheitlicher Verfassung, teilte der Kanton St. Gallen am Mittwochmorgen mit. Die Frau sowie deren enge Kontaktpersonen seien identifiziert und informiert worden und hätten Verhaltensanweisungen erhalten. Für die Bevölkerung bestehe kein erhöhtes Risiko.

Die infizierte Frau aus St. Gallen zeige leichte Symptome wie Schnupfen. Eine Hospitalisation sei aber nicht notwendig. Die Frau muss nun bis 48 Stunden nach Ende der Symptome und insgesamt zehn Tage zu Hause bleiben.

Frau ist zurzeit in Ausbildung

Wie die Verantwortlichen an einer Medienorientierung am Mittwochvormittag sagten, ist die betroffene Frau zurzeit in Ausbildung am Berufs- und Weiterbildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe in St. Gallen. Die Schule sei informiert, eine Schliessung der Schule stehe zurzeit jedoch nicht zur Diskussion. «Auch dafür wurden alle nötigen Massnahmen getroffen», sagt die St. Galler Gesundheitschefin Heidi Hanselmann.

Den Personen, mit denen die Frau engen Kontakt hatte, wurde vom Kantonsarztamt 14 Tage Quarantäne verordnet. Dabei handle es sich vor allem um Studienkolleginnen der betroffenen Frau und insgesamt seien 19 Personen betroffen, sagt Hanselmann. Diese Personen würden jedoch keine Symptome zeigen, die auf das Coronavirus hindeuten würden.

Was heisst Quarantäne?

Textbox aufklappenTextbox zuklappen

Quarantäne bedeutet, dass die betroffenen Personen während der Inkubationszeit von 14 Tagen zuhause bleiben müssen und keinen engen Kontakt zu weiteren Personen haben dürfen. Mit diesem Schritt kann eine allfällige Übertragung des Virus eingedämmt werden. Quarantäne wird als Vorsichtsmassnahme – wie im aktuellen Fall – bei Personen verhängt, die derzeit keine Symptome einer Erkrankung zeigen.

Aufenthalt in Risikogebiet

Die Frau weilte vom 21. bis 23. Februar 2020 in Mailand. Wenige Tage nach ihrer Rückkehr zeigte sie leichte Symptome und hat richtig gehandelt. Sie blieb zu Hause, meldete sich telefonisch beim Arzt und wurde für einen Abstrich aufgeboten. Dieser sei nun positiv ausgefallen. Noch ausstehend sei das zweite Laborresultat des Referenzlabors für Viruserkrankungen (NAVI) in Genf.

«Der betroffenen Frau geht es gut. Alle nötigen Massnahmen wurden getroffen.»
Autor: Heidi HanselmannGesundheitsdirektorin Kanton St. Gallen

Dieses zweite Laborresultat erwarten die Verantwortlichen am Mittwochnachmittag. Laut Heidi Hanselmann habe man die Öffentlichkeit bereits davor informiert um unnötigen Spekulationen und Gerüchten vorzubeugen.

Bevölkerung soll Hygienemassnahmen einhalten

Gemäss dem Kanton St. Gallen ändert der erste bestätigte Corona-Fall im Kanton nichts an der medizinischen Beurteilung der Lage durch das Kantonsarztamt. Die Risikoeinschätzung bleibe gleich. Die Bevölkerung müsse sich nicht stärker sorgen. Sie solle aber die Hygienemassnahmen konsequent einhalten, empfiehlt der Kanton.

Kantönligeist bei Verboten: Einheitliche Regelung soll kommen

Textbox aufklappenTextbox zuklappen

In den letzten Tagen gab es von einigen Verbänden Kritik wegen den uneinheitlichen Regelungen von den Kantonen betreffend Verboten von Veranstaltungen wegen des Coronavirus.

Laut Heidi Hanselmann, die auch Präsidentin der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) ist, möchte die GDK morgen Donnerstag über einen Harmonisierung informieren. Heute Mittwoch würden dazu noch Besprechungen der GDK mit dem Bundesamt für Gesundheit und dem zuständigen Bundesrat Alain Berset anstehen.

Regionaljournal Ostschweiz und Graubünden, 07:32 Uhr; ulmm

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter Müller  (Muelli)
    Praktisch alle Ansteckungen in der Schweiz sind von Personen die in Norditalien Ferien gemacht haben oder ihre Verwandten besucht haben. Wenn man das endlich mal stoppen könnte, würden sich sicherlich viel weniger anstecken!!
    Ich verstehe einfach nicht warum man jetzt noch nach Norditalien fahren muss.
    Sowas ist unverantwortlich gegenüber den Mitbürgern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Mich würde Ihre Quelle interessieren bzgl.. der Ansteckungswege. Auf der Seite des BAG finde ich lediglich die Information das es 58 bestätigte Fälle in 15 Kantonen inkl FL gibt. Dem gegenüber stehen übrigens knapp 300 Arztkonsultationen pro 100'000 Einwohnern und Woche bzgl "normaler" Grippe. Somit ist die Zahl der Corona Verdachtsfälle von ca 2000 gerade zu klein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen