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Legende: Audio Politik-Baustelle Arbon: «Die strukturellen Gegebenheiten machen es in Arbon anspruchsvoll.» abspielen. Laufzeit 08:46 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 11.02.2019.
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Baustelle Politik Arbon, eine unregierbare Stadt?

Arbon ist politisch ein schwieriges Pflaster. Dabei ist vor allem die Exekutive betroffen. Kaum ein Stadtpräsident oder eine Stadtpräsidentin konnte sich in der jüngeren Vergangenheit länger im Amt halten. Bestes Beispiel war der vergangene Wahlsonntag: Die Stimmberechtigten haben die ganze Exekutive mit Stadtpräsidium und Stadtrat komplett ausgewechselt. Neuer Stadtpräsident ist Dominik Diezi (CVP).

In Arbon ist man sich das fast schon gewohnt. Seit Jahren ist in der Politik die Rede von Streit, Vertrauensverlust und Unzufriedenheit. Seit 1999 gab es in Arbon drei Stadtpräsidenten und eine Stadtpräsidentin (siehe Bildergalerie).

Im Schnitt wurden die Amtsträger nach nur etwa einer Amtsdauer abgewählt oder gingen freiwillig. Lediglich Martin Klöti, aktueller St. Galler Regierungsrat, konnte sich länger, nämlich sieben Jahre, im Amt halten.

Was macht Arbon politisch zu einem solch harten Pflaster? Radio SRF hat mit dem ehemaligen Arboner Stadtpräsidenten Christoph Tobler gesprochen. Er war vierzehn Jahre lang bis 1999 Stadtpräsident.

Radio SRF: Christoph Tobler, sind die Arbonerinnen und Arboner unregierbar?

Christoph Tobler: Nein, unregierbar sind sie nicht. Ein Exekutivamt in Arbon, besonders das Stadtpräsidium, ist halt anspruchsvoll und sicher nicht einfach.

Weshalb gibt es in Arbon denn so viele Wechsel in der Exekutive? Weshalb ist hier so oft der Wurm drin?

Arbon ist wegen der strukturellen Gegebenheiten speziell. Zu meiner Zeit galt es zum Beispiel den Saurer-Abbau zu bewältigen. Es ist schwieriger eine solche Gemeinde zu führen und zu entwickeln, als eine Gemeinde, wo viel Geld vorhanden ist. Ausserdem denke ich, dass damals vor 20 Jahren mit meiner Abwahl auch schon viel politisches Geschirr zerschlagen wurde.

Dass nun die ganze Exekutive ausgewechselt wurde, überrascht sie das?

Ja, das hat mich schon überrascht. Meiner Meinung nach hätte eine gewisse Kontinuität diesem Gremium gut getan. Das hätte die Weiterarbeit einfacher gemacht. Für die neue Exekutive ist dies deshalb ein anspruchsvoller Start.

Das Interview führte Michael Ulmann

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz; 17:30 Uhr; ulmm/wies

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