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Das Guacci's ist die letzte dekorierte Bar in der Stadt
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 21.02.2020.
abspielen. Laufzeit 05:10 Minuten.
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Beizenfasnacht stirbt aus Die letzte dekorierte Bar von St. Gallen

In den 90er-Jahren waren noch schätzungsweise hundert Bars in St. Gallen dekoriert. Heute nur noch das Guacci's.

Die Guacci's Bar glitzert und schimmert violett, golden und blau. Wände, Decke und Bar, alles ist eingepackt. Das diesjährige Motto: Burlesque. «Wie strippen zwar nicht, aber wir sind schon so angezogen», sagt die Chefin Conny Guaccio, der seit 25 Jahren die Bar gehört.

vier Frauen räkeln sich auf einem Tisch
Legende: Conny Guaccio (zweite von links) führt seit 25 Jahren die Bar Guacci's. SRF

Für die Fasnacht engagiert sie Freundinnen und Kolleginnen. Die Kostüme werden extra angefertigt. Für die Dekoration hat Conny Guaccio drei Wochen lang bis spät in die Nacht gearbeitet. «Ich mache das einfach gerne. Und die Leute schätzen das sehr.»

Die Beizenfasnacht habe zu Unrecht ein Schmuddelimage. Da sind sich die Barbesitzerin, die Helferinnen und Stammgäste einig. «Früher hatte jede Bar und jede Beiz ihr eigenes Motto. Das motivierte die Leute, eine Fasnachtsrunde durch die Beizen zu machen», sagt Mitarbeiterin Sabrina. Es sei schade, dass diese Tradition verloren gehe.

Beschriftung der Bar Guaccis
Legende: SRF

Das Internet nahm den Beizen den Reiz

Das Internet sei einer der Gründe, warum kaum noch Bars dekoriert seien, analysiert einer der Stammgäste: «Wenn ich heute eine hübsche Frau anschauen möchte, dann muss ich dafür nicht mehr aus dem Haus.» Für Conny Guaccio ist klar, dass auch anzügliche Sprüche dazugehören. Das sei auch in Ordnung, nur anfassen sei verboten. Damit gebe es aber nie Probleme.

Regionaljournal Ostschweiz und Graubünden, 17:30 Uhr; weis;sani

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Andreas Morello  (Andreas Morello)
    Ich bin kein Fan der Beizen-Fasnacht, nachdem eine Bekannte von mir vor ca. 25 Jahren in einer dekorierten Beiz im St. Galler Rheintal gearbeitet hat. Mehr Alkoholisierte als sonst, Beleidigungen und was sie mir über das angegrabscht werden erzählt hat - nein, das ist nicht meine Welt. Als Ausgleich hat sie gut verdient, auch gerade was Trinkgeld betrifft.

    Das heisst natürlich nicht, dass es überall so war oder heute noch so ist.
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