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Berlinger AG poliert Image auf «Wir werden auch diese Krise meistern»

Nachdem Journalisten Sicherheitsmängel der Anti-Dopingflaschen der Firma Berlinger in Ganterschwil aufgedeckt haben, werden 8700 Flaschen für Urintests neu produziert. Einen Imageschaden befürchtet die Toggenburger Firma nicht. Im Gegenteil.

SRF News: Wie haben Sie auf die ARD-Recherchen reagiert, die aufzeigten, dass die Flaschen aus ihrem Betrieb ein Sicherheitsproblem aufweisen?

Andrea Berlinger, CEO Berlinger AG: Es ist keine einfache Situation. Das wäre gelogen. Wir versuchen, das Beste daraus zu machen. Wir wollen unseren Beitrag leisten für einen fairen Sport.

Wie sehr hat der Ruf ihrer Firma Schaden genommen?

Wir handeln schnell und aktiv. Das kann unseren Geschäftspartnern doch aufzeigen, dass wir die Sache an die Hand nehmen und im Griff haben.

Wir sind ein gesundes Unternehmen. Wir werden diese Krise überstehen.
Autor: Andrea BerlingerInhaberin und CEO der Berlinger AG

Wie gross ist der entstandene finanzielle Schaden?

Wir sind zum Glück ein Familienbetrieb. Wir sind gut aufgestellt. Mein Mann und ich sind die Aktionäre. Wir wollen die Sicherheit im Dopingmarkt wiederherstellen und das Vertrauen zurückgewinnen. Koste es was es wolle.

Die Berlinger AG in Ganterschwil/SG produziert Sicherheitsflaschen für Dopingkontrollen. Mit Verschlusstechniken soll sichergestellt werden, dass Urintests bei Dopingkontrollen nicht manipuliert werden können. Vor Kurzem deckten deutsche Journalisten auf, dass der Verschluss bei den Gefässen nicht sicher ist. Nun müssen bei der Berlinger 8'700 Sicherheitsflaschenfür die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang nachproduziert werden.

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