Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Bussen gegen Biker abspielen. Laufzeit 03:04 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 23.08.2019.
Inhalt

Biken im Wald St. Galler Polizei plant Stichproben im Wald

50 Franken Busse für Biker, die abseits der Wege unterwegs sind. So sollen die Tiere mehr Ruhe haben.

«Das Biken erfreut sich zunehmender Beliebtheit.» So beginnt ein Brief, den verschiedene Veloclubs und Bikeläden in und um die Stadt St. Gallen erhalten haben. Darin wird informiert, dass die Polizei in Zukunft Biker büssen wird, die abseits der öffentlichen Strassen unterwegs sind.

Die gesetzliche Grundlage dafür gibt es. Bikerinnen und Biker müssen mit einer Busse von 50 Franken rechnen, bestätigt Daniel Hug, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Es seien aber keine flächendeckende Kontrollen geplant, sondern es gebe Stichproben.

Welche Wege sind verboten?

Absender des Briefes ist die «Forstregion 1», zu der auch die Stadt St. Gallen gehört. Das Problem sei, dass zunehmend mehr Bikes ausserhalb der öffentlichen Wege unterwegs seien. Besonders die Tiere würden leiden, wenn sie durch Bikerinnen und Biker aufgeschreckt werden.

Die Gesetzeslage

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Kantonales Einführungsgesetz zur eidgenössischen Waldgesetzgebung sGS 651.1 - Art. 15. Abs.2: «Im Wald sind Reiten und Radfahren abseits von öffentlichen Strassen und Wegen verboten.»

Als Faustregel, schreibt der Regionalförster, solle man nur solche Waldwege und -strassen befahren, die befestigt und mindestens zwei Meter breit sind.

«Ich kann das Anliegen verstehen», sagt Urs Keller, der selber ein Velogeschäft in St. Gallen besitzt und regelmässig Gruppen durch den St. Galler Wald begleitet. Trotzdem: «Bussen finde ich eigentlich immer die schlechteste Variante. Das gibt nur Unmut auf beiden Seiten.» Er halte sich mit Gruppen oder auch alleine immer an öffentliche Wege.

Bussen finde ich eigentlich immer die schlechteste Variante.
Autor: Urs KellerInhaber Velogeschäft
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

28 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Leander Cotti  (Blaubart)
    Toleranz ist das Stichwort für alles Mit- und Nebeneinander!
    Echt schweizerisch, dass wir Probleme mit Bussen lösen müssen?
    Haben wir den keine wichtigeren Probleme mehr, dass wir uns mit so etwas beschäftigen dürfen?
    Wie bereits erwähnt, wären Wildschutzzonen ideal. Diese sollten aber auch nicht von Wanderer und anderen Fussgängern mit Huned entfremdet werden, die ihre Hunde frei laufen lassen und sich ebenso wenig an Regeln halten!!
    Der Wald - ein Gebiet, wo alle Platz haben sollten!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stefan Schoop  (Schoo?)
    Grad vom Biken zurück, und siehe da, heute hat sich ein Reh ab mir beim Weiden auf der Wiese zu Tode erschrocken. Was hat hat das Reh auf der Wiese zu suchen? Bei der Flucht des Rehs in den Wald hat es mich beinahe erwischt. Vor Schreck habe ich fasst in die Hosen gepinkelt. Wer schützt die Biker vor dem Wild?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    BRAVO - sollte in allen Kantonen gebüsst werden!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen