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Ostschweiz Bombenleger von Altstätten soll verwahrt werden

Vor 15 Jahren wollte ein heute 37-Jähriger mit einem Kollegen in Altstätten eine Bombe zünden. Weil die stationäre Massnahme nichts nütze, soll er verwahrt werden, fordert das Amt für Justizvollzug. Dagegen beschwerte sich der Mann beim Bundesgericht, dieses trat auf die Beschwerde aber nicht ein.

Gefängnisfenster mit Gitter
Legende: Über die Verwahrung selbst muss das Kreisgericht noch entscheiden. Keystone

Die beiden Männer hatten im Jahr 2000 als Rache auf ein Urteil einen Bombenanschlag auf den Präsidenten des Kreisgerichts Oberrheintal geplant. Die Bombe legten sie aber fälschlicherweise bei einem Namensvetter des Präsidenten. Sie wurde entdeckt, bevor sie explodierte.

Das Kreisgericht Rorschach verurteilte den damals 22-Jährigen zu sechseinhalb Jahren Gefängnis. Die Strafe wurde zugunsten einer stationären therapeutischen Massnahme aufgeschoben. Diese wurde mehrmals verlängert, zuletzt bis im November 2015.

Im September 2014 floh der Mann aus dem Wohn- und Arbeitsexternat. Zwei Monate später wurde er festgenommen. Seither befindet er sich in einem Untersuchungsgefängnis. Weil die Massnahme nicht griff, beantragte das Amt für Justizvollzug vom Kreisgericht die Verwahrung. Auf die Beschwerde gegen Sicherheitshaft trat das Bundesgericht nicht ein.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Schwarz, Zürich
    Oft liegt es nämlich nicht nur beim Gefangenen, und ich vermute, dass es hier einfacher ist, jemanden zu verwahren, als im Massnahmenvollzug endlich aufzuräumen.
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  • Kommentar von Peter Schwarz, Zürich
    Jemand der gefährlich ist, darf das nicht. Prognosen können je nach Laune der Aufseher schnell ändern, oft ohne objektiven Grund. Es reicht, wenn man nicht das Maul hält und sich gegen etwas wehrt., was vielleicht nicht korrekt war. Jemanden wie P.H. nun aufgrund von solchen (fragwürdigen) Massnahmeberichten zu verwahren, wäre der grösste Fehler, den die Behörden jetzt machen können.
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  • Kommentar von Peter Schwarz, Zürich
    Vorab: Ich kenne den Täter persönlich sehr gut und kenne auch den Ort der Massnahme. Keine Frage, was er als 22-jähriger unter Einfluss von Marihuana getan hat, war falsch und dafür hat er eine Strafe verdient. Mittlerweile ist er 15 Jahre in der Massnahme und hat objektiv betrachtet immerhin soweit Fortschritte gemacht, dass er in einem Wohn- und Arbeitsexternat war. Er wohnte also bereits draussen und arbeitete draussen, ohne sich etwas zu schulden kommen zu lassen.
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