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Mehr Aggression und Gewalt im Kindergarten
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 07.08.2020.
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Brennpunkt Schule Zunehmende Gewalt im Kindergarten

Ostschweizer Kantone stellen fest, dass Kinder im Kindergarten vermehrt Gewalt gegen die Lehrpersonen anwenden.

Die Kleinsten machen den Ostschweizer Schulen mehr und mehr Sorgen. Schon Kindergärtler seien heute aggressiv oder sogar gewalttätig gegenüber den Lehrpersonen, wie verschiedene Kantone feststellen.

Das Problem habe in den letzten Jahren massiv zugenommen, sagt der Leiter des Thurgauer Amts für Volksschulen, Beat Brüllmann: «Wir werden von ganz unterschiedlichen Lehrpersonen aus ganz unterschiedlichen Schulgemeinden mit dem Thema konfrontiert.» Die Kinder würden beissen, kratzen oder schlagen und das sei nicht haltbar, so Brüllmann.

Die gleiche Beobachtung macht auch die Thurgauer Kindergarten Konferenz, welche die Kindergarten-Lehrpersonen vertritt, und das Volksschulamt des Kanton St. Gallen. Konkrete Zahlen zu Vorfällen, betroffenen Kindern oder betroffenen Schulen können aber weder Ämter noch Verbände liefern.

Gründe bleiben Spekulation

Remo Maurer, Vorstandsmitglied des Schulpsychologischen Dienstes des Kantons St. Gallen und Schulratspräsident in Altstätten, beobachtet eine Verschiebung beim Thema Verhaltensauffälligkeit: «Vor knapp zwölf Jahren als ich im Beruf angefangen habe, wurden die meisten Fälle beim Übertritt in die Oberstufe manifest. Diese Altersgrenze ist stetig gesunken.»

Auch er könne über die Gründe dafür nur spekulieren, so Maurer. Eine Problematik sehe er in einer bereits viel diskutierten Frage. Nämlich, dass viele Erziehungsaufgaben den Schulen übertragen würden. «So kommen die Kinder bereits mit gewissen Problematiken in den Kindergarten.» Als einen möglichen Lösungsansatz sieht er die möglichst frühe Förderung der Kinder, auch bei der Sprache.

Regionaljournal Ostschweiz; 07.08.2020; 06:31 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Philipp Moreno  (HOC)
    Unser Leben wird immer mehr aus unserem Lebensmittelpunkt ausgelagert. Dies ist von der Wirtschaft und der Politik auch so gewollt. Beide Elternteile sollen arbeiten, "produktiv sein",Erziehung wird zuerst schlechter und oft komplett ausgelagert. Mittlerweise wissen viele, dass es leider eine Tatsache ist, dass viele Kinder nicht mehr die Aufmerksamkeit, Zuwendung aber auch Strenge bekommen, welche sie brauchen. Ein möglicher Ansatz wären faire Löhne damit nur ein Elternteil arbeiten muss.
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  • Kommentar von Javier López  (Javier López)
    Vielleicht liegt es daran, das heute meistens zwei arbeiten müssen um alle Rechnungen zu bezahlen.
    Wo bleibt hinreichend Zeit für das Kind? Meine Mutter hat zu meiner Kindzeit nicht gearbeitet. Meine Frau war und ist immer noch 100% Mutter.
    Emanzipation und unbeschränkte Gleichberechtigung der Frau ja. Mir ist es gleichgültig, wie Eltern die Arbeit und Pflichten aufteilen. Ich bestehe nur darauf, dass ein Kind immer einen elterlichen oder grosselterlichen Ansprechpartner hat.
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    1. Antwort von Eva Wädensweiler  (E. W.)
      Sie bestehen also darauf, dass ein Kind immer einen elterlichen oder grosselterlichen Ansprechpartner haben?
      Dann dürfen Paare, wo ein EK nicht ausreicht, die
      Grosseltern nicht gleich um die Ecke wohnen keine Kinder haben?
      Aber es ist bewiesen, dass "Krippenkinder" viel früher selbstständig werden & über mehr Sozialkompetenz verfügen.
      Und oft tauschen sich Kinder lieber mit gleichaltrigen aus. Da ist dann die beste Freundin oder bester Freund Ansprechpartner*in.
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  • Kommentar von Walter Bachmann  (Walter Bachmann)
    Wenn man heute die Kinder nur schon streng anschaut, haben die Lehrpersonen meistens ein Problem mit den Eltern. Keine Erziehung mehr was eine Respektperson ist. Das ist das Ergebnis der Kuschelerziehung.
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    1. Antwort von Samuel Zollinger  (Uncle Sam)
      Herr Bachmann, völlig Ihrer Meinung. Wir älteren dürfen ja kaum erzählen wie wir jeweils getadelt wurden im Chindsgi oder Schule. Ach ja, das wär ja früher!
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