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Marcel Dobler will höhere Verbreitung erreichen
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 18.06.2020.
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Brisanter Vorschlag Gutschein soll Patientenverfügung attraktiver machen

Finanzielle Anreize damit mehr Patientenverfügungen ausgefüllt werden. Mit diesem Vorschlag erntet Marcel Dobler Kritik.

Der St. Galler FDP-Nationalrat Marcel Dobler weibelt seit längerem für mehr Patientenverfügungen. Das wird ihm von Patientenorganisationen hoch angerechnet. Sein jüngster Vorschlag erntet jetzt aber Kritik. Wer eine Patientenverfügung ausfüllt, soll finanziell belohnt werden; konkret mit einem 50-Franken-Gutschein.

Der finanzielle Anreiz ist relativ klein.
Autor: Daniel TapernouxSchweizerische Patientenorganisation

Patientenorganisationen reagieren skeptisch auf diesen finanziellen Anreiz. Daniel Tapernoux von der Schweizerischen Patientenorganisation stellt beispielsweise das Kosten-Nutzen-Verhältnis in Frage. «Der Anreiz ist relativ klein, in der Masse entstehen aber doch hohe Kosten», sagt er.

Gesundheitskosten könnten sinken

Das Thema wirft nämlich eine weitere Frage auf: Unbestritten ist, dass am Lebensende am meisten Gesundheitskosten anfallen. Wenn mehr Patientenverfügungen ausgefüllt werden, dann könnte das zu tieferen Gesundheitskosten führen.

Das sei nicht seine Absicht, sagt Marcel Dobler dazu. Ihm gehe es um die Verbreitung der Patientenverfügungen.

Die Patientenverfügung

Mit einer solchen Verfügung kann man sicherstellen, dass der eigene Wille berücksichtigt wird, wenn man sich nicht mehr äussern kann oder wenn man nicht mehr urteilsfähig ist. Das kann zum Beispiel nach einem schweren Unfall der Fall sein oder bei einer Krankheit.

Dobler hat Webseite aufgeschaltet

Dobler engagiert sich zusammen mit seiner Frau seit Jahren in diesem Thema. Er hat auch eine Webseite aufgeschaltet, auf welcher kostenlos Vorsorgeaufträge und Patientenverfügungen ausgefüllt werden können. Innerhalb eines Jahres seien so im Kanton St. Gallen 2000 Patientenverfügungen ausgefüllt worden, sagt Marcel Dobler weiter.

Nun wird er auch im Nationalrat politisch aktiv. Er hat nämlich einen Vorstoss eingereicht und will vom Bundesrat wissen, was gemacht werden müsse, damit mehr Leute eine Patientenverfügung ausfüllen.

Regionaljournal Ostschweiz; 17:30 Uhr.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Diese Idee den Anreiz zu erhöhen, ist sicher gut. Aber die Patientenverfügungen meiner Eltern werden überhaupt nicht beachtet und wir Kinder haben grosse Mühe sie durch zu setzen. Vielleicht sollte man zuerst mal da ansetzen.
    Fazit: Die oft unerwünschte Lebensverlängerung kostet Milliarden. Und die „Götter in weiss“ verdienen diese Milliarden. Das fängt bei der WHO an, und hört beim FMH Hausarzt um die Ecke auf, der zunehmend von der Krankenkasse die auch mitverdient unter Druck gesetzt wird.
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