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Ostschweiz Bürgerliche Parteien stehen hinter Kapo-Kommandanten

Zwei Wochen nach dem Neonazi-Konzert im Toggenburg kritisiert die SP die Arbeit der Kantonspolizei erneut. Die Partei verlangt personelle Konsequenzen. SP-Regierungsrat Fredy Fässler und bürgerliche Parteien stehen zum Kommandanten.

Restaurant Löwen, Leuchtschild im Dunkeln.
Legende: Die Polizei war in Kaltbrunn (SG) an einer Parteiversammlung der Pnos präsent. Keystone
Bruno Zanga, Kommandant der St.Galler Kantonspolizei.
Legende: Steht in der Kritik: Bruno Zanga. Keystone

Die SP des Kantons St.Gallen sei überrascht über den «unprofessionellen und fahrlässigen Umgang» der Polizei mit dem Treffen der Nazi-Szene in Unterwasser und dem Auftritt eines deutschen Sängers an einer Pnos-Veranstaltung in Kaltbrunn.

Es sei offensichtlich, dass die Spitze der St.Galler Kantonspolizei der Herausforderung von rechtsextremen Aufmärschen nicht gewachsen sei. Die Partei fordert nun den Rücktritt des Kommandanten der Kantonspolizei, Bruno Zanga. Kritisiert wird in der Mitteilung der SP auch die Kommunikation der Polizei. Sie habe unter anderem Nazi-Lieder- und Parolen in «fahrlässiger Weise» verniedlicht.

Bruno Zanga hat mein volles Vertrauen.
Autor: Fredy FässlerSP-Regierungsrat Kanton St.Gallen

Für Regierungsrat Fredy Fässler (SP) sind Rücktrittsforderungen gegen den Polizeikommandanten deplatziert. Selbst wenn letztlich in Unterwasser und in Kaltbrunn bei nachträglicher Betrachtung und in Kenntnis aller Fakten nicht alles optimal gelaufen sei, könne dies nicht Anlass sein, um den Kommandanten zum Rücktritt aufzufordern. «Bruno Zanga hat in seinen sechs Kommandojahren die Kantonspolizei St.Gallen entscheidend weitergebracht. Er geniesst mein volles Vertrauen», teilt Regierungsrat Fredy Fässler mit.

Bürgerliche Parteien melden sich zu Wort

Für die bürgerlichen Parteien ist die Rücktrittsforderung der SP aufgrund der letzten Ereignisse «mehr als unverständlich und nicht nachvollziehbar». Die FDP, CVP und die SVP stehen laut einer gemeinsamen Stellungnahme «voll und ganz hinter dem Kommandanten der Kantonspolizei» und sprechen ihm das vollste Vertrauen aus. Von den Anlässen im Toggenburg und Kaltbrunn distanzieren sich die bürgerlichen Parteien klar.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Diese Bands forderten keine ungebührliche Aufmerksamkeit, man gibt sie ihnen freiwillig! Das ist genauso verkehrt wie bei ungehorsamen Kindern. Da gibt es Familien, die widmen ihr volles Augenmerk ihren bockigen Kindern und merken nicht, dass sie sie mit ihrem Verhalten noch belohnen und dabei die ordentlichen unbeachtet aufs Abstellgleis stellen. Das ist ganz einfach falsch!
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  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    Das hier einige Leute den Rechtsradikalismus verharmlosen, zeugt nicht von einem tiefen Verständnis Europäischer Geschichte.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Also bei einem Sozialdemokraten Rechtslastigkeit zu vermuten ist vermessen - er kann nicht jedem Affentheater hinterher laufen . Hier ist in der Tat die Verhältnismässigkeit zu sehen -keine Ausschreitungen keine Beschädigungen -die Zeche von allen bezahlt - ( sicher auch ein Geschäft für die gebeutelte Beizenwelt in dieser Gegend ) also lasst einmal alle 5 gerade sein. Dieser Herr Fässler hat wichtigere Dinge um die Ohren -von Einbrüchen bis Raubdelikten Drogenha. etc. mir machen die Mus sorgen.
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