«Die Buchser Notunterkunft war ein Lehrblätz»

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) unterstützt den Bund bei der Erstbetreuung von neu ankommenden Flüchtlingen. Seit November haben SRK-Freiwillige in der Sammelstelle Buchs rund 1500 Asylsuchende betreut, die auf die Aufnahme in einem Empfangszentrum warten.

Eine Wand mit farbigen Kinderzeichnungen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Malen mit den Kindern in der Notunterkunft – eine der Arbeiten der Freiwilligen des Roten Kreuzes in Buchs. SRF / Rebecca Dütschler

Zusatzinhalt überspringen

Stresstest bestanden

Der Bund hat aufgrund der aktuellen Flüchtlingszahlen beschlossen, den Pilotbetrieb Ende Januar wieder einzustellen. Das Rote Kreuz rechnet aber damit, dass die Füchtlingszahlen im Frühling wieder zunehmen. «Wir haben den Stresstest bestanden und stünden auch weiterhin zur Verfügung, wenn ein neuer Sammelplatz geschaffen werden müsste», so Köppel.

Damit die Asylsuchenden nicht auf der Strasse auf eine Aufnahme in die ordentlichen Aufnahmestrukturen des Bundes warten müssten, sei das Staatssekretariat für Migration (SEM) gezwungen, befristete Notmassnahmen zu treffen, sagte Hugo Köppel, Leiter der Abteilung Integration und Rückkehr beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK). Das SRK sei angefragt worden, in Buchs die Betreuung dieser Asylsuchenden zu übernehmen, sagte Köppel weiter.

Seit November 2015 sind jeden Tag Teams mit bis zu fünf SRK-Freiwilligen während 17 Stunden in der Sammelstelle präsent. Ein bis zwei Personen übernachten vor Ort, um im Notfall einsatzbereit zu sein. Die Unterbringung in Buchs ist zeitlich befristet und sollte nicht länger als 36 Stunden dauern.

Schweizerisches Rotes Kreuz als Flüchtlingshelfer

2:12 min, aus Tagesschau vom 14.1.2016

Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien, Irak

Die Sammelstelle bietet eine minimale Notstruktur mit Essens- und Schlafplätzen und einfachen sanitären Einrichtungen für maximal 200 Personen. Die Rotkreuz-Freiwilligen begleiten die Asylsuchenden, verteilen Kleider und Verpflegung, sorgen für die medizinische Grundversorgung und regeln den Tagesablauf der Ankommenden. Die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern des SEM, dem Sicherheitsdienst und den Rotkreuz-Freiwilligen habe sich bestens eingespielt. «Die Flüchtlinge arbeiten tatkräftig mit», sagte Köppel. Die Solidarität mit Flüchtlingen in der Bevölkerung sei gross, hiess es.