Die Lückenfüller im Wahlkampf

Die letzten auf der Liste für die Nationalratswahlen werden vom Volksmund als Listenfüller bezeichnet. Sie hoffen oft, dass sie nicht gewählt werden. Ein Blick über die Parteilisten der Ostschweiz zeigt, dass sich die Kandidaten kategorisieren lassen.

Frau füllt Wahlliste aus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht alle Kandidaten wollen gewählt werden. Keystone

Auf den Nationalratslisten gibt es die klassichen Lückenbüsser. Sie kommen zum Einsatz, wenn es noch einen vakanten Platz zu füllen gilt. Ihr Engagement für die persönliche Präsentation ist gering.

«  Wenn ich gewählt würde, müsste ich mich neu organisieren. »

Vroni Zimmermann
Grüne Panther, Thurgau

Anders ist es bei den Pechvögeln. Sie steigen ambitioniert in den Wahlkampf, haben aber keinen Einfluss auf ihren Listenplatz gehabt. Die Reihenfolge hat die Partei bestimmt, Mitspracherecht gab es wenig. Umso aufwändiger gestaltet sich ihr Wahlkampf.

Daneben gibt es die Parteirösser. Für sie steht der Wahlerfolg der Partei im Mittelpunkt. Während diese Kategorien auf die bevorstehenden Wahlen fokussieren, schielen die Anfänger in die Zukunft. Sie nutzen diese Nationalratswahlen um sich ein erstes Mal auf der politischen Bühne zu präsentieren. Irgendwann komme ihre Zeit, betonen sie. Letztlich gibt es noch die Wiederholungstäter. Sie treten jedesmal an - und schaffen den Sprung nach Bern (wieder) nicht.