Es stimmt: Die Appenzeller sind am kleinsten

Eine Untersuchung zweier Forscher der Uni Zürich zeigt auf, dass im Appenzellerland die kleinsten jungen Männer der Schweiz leben. Sie haben die Körpergrössen von 90 000 Stellungspflichtigen zwischen 2004 und 2009 untersucht.

Appenzeller Sennen beim Alpaufzug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Appenzeller wird im Durchschnitt nicht grösser als 1,76 Meter. Dies besagt eine Studie der Universität Zürich. Keystone

Jeder der 166 Schweizer Bezirke ist in der Untersuchung in einer Karte ausgewiesen. Diese zeigt: Die grössten Männer kommen aus dem Oberwallis, die kleinsten aus Appenzell.

Das Cliché ist nun also keines mehr. Es ist wissenschaftlich belegt. Durchschnittlich ist ein Schweizer 178,1 cm gross. Der tiefste Wert wird in der Gruppe «kleiner als 176,42 cm» zusammengefasst. Dazu gehören nebst Appenzell einige Gebiete im Tessin und der Bezirk Le Locle.

Schon immer klein

Auffallend sei, dass die Appenzeller schon immer klein waren, sagt ein Mitverfasser der Studie. Warum das so ist, sei aber schwerig herauszufinden. In der Blütezeit der Textilbranche hätten die Appezeller sehr lange und hart garbeitet, was die Köprgrösse erklären könnte. «Unter anderem besteht ein Zusammenhang zwischen Wohlstand und Körpergrösse in den geografischen Gebieten», so der Mitverfasser weiter.

Was die Studie auch zeigt: Ein Schweizer ist im Schnitt in etwa so gross wie ein Franzose und Belgier, aber deutlich kleiner als der durschnittliche Deutsche.