Mauersegler müssen zügeln Folgen die Vögel dem Lockruf?

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Mauersegler

Kaum ein Vogel ist besser an das Leben in der Luft angepasst als der Mauersegler: Rund um die Uhr bleibt er in der Luft – auch zum fressen, paaren oder schlafen. Nur die Nistzeit verbringt das Weibchen im Nest. Mauersegler haben eine Spannweite von 40 Zentimetern und sie wiegen zwischen 40 und 50 Gramm.

Das Menzi-Muck-Betriebsgebäude wird abgebrochen. Die Einflugstellen für die Mauersegler sind mit Schaum verklebt. Wo früher Bagger hergestellt wurden, soll eine Wohnüberbauung entstehen.

Auch die Mauersegler-Kolonie muss umziehen. Dafür wurden auf dem 200 Meter entfernten Primarschulhaus Wyden acht Niestkästen montiert. Ein Lautsprecher soll die Vögel nun mit einem Lockruf anziehen.

Die Nistzeit hat angefangen. «Die Mauersegler sind aber noch nicht gekommen», sagt Ornithologe und Lehrer Forti Frei. Er hat Geduld: «Möglicherweise kommen sie erst im kommenden Jahr.»

René Altherr, Bauverwalter der Gemeinde Widnau, findet das Engagement eine gute Sache: «Sie hat nur 400 Franken gekostet und bringt der Natur sehr viel», sagt er.

In der Gemeinde Widnau ist die Begeisterung für die Mauersegler spürbar. Ornithologe Forti Frei überlegt sich, einen regionalen Verein zum Schutz der Mauersegler zu gründen. Auch Ideen, wo weitere Nistkästen aufgestellt werden können, gibt es bereits. So hat eine Widnauer Kirchgemeinde ihr Interesse bekundet.