Gefahr für Hangrutsche in der Ostschweiz bleibt akut

Die Pegelstände von Bächen und Flüssen sinken. Die Hochwasser-Gefahr ist vorüber. Weitere Hangrutsche, vor allem im Appenzellerland, sind aber immer noch sehr wahrscheinlich.

Hochwassersee Alt St. Johann Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Plätze und Wiesen wurden überschwemmt. So zum Beispiel in Alt St. Johann im Toggenburg. Keystone

In der Nacht auf Montag sind im Kanton Appenzell Ausserrhoden weitere Hänge abgerutscht. In Herisau mussten drei Personen evakuiert werden. Gemäss Hans Saxer, Leiter des kantonalen Führungsstabs, gab es auch in Teufen einen grösseren Rutsch. Verletzt wurde aber niemand.

Im Laufe des Morgens seien zwar keine neuen Rutsche mehr gemeldet worden, so Saxer. Die Gefahr von Hangrutschen ist allerdings noch nicht gebannt. Saxer rechnet damit, dass diese noch zwei Tage anhält.

Im Rheintal beruhigt sich die Situation. Die Überflutungen in Widnau fliessen langsam ab. Verschiedene Strassen sind derzeit noch gesperrt, werden aber im Laufe des Tages wieder geöffnet. Eine Ausnahme bildet die Strasse von Altstätten nach Trogen. Diese wurde unterspült und bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Auch die Appenzeller Bahnen melden verschiedene Streckenunterbrüche: Zwischen Rheineck und Walzenhausen, zwischen Heiden und Rorschach sowie zwischen Teufen und Steigbach.

Der Bodensee steigt weiter

Die Pegel der Thur und der Sitter haben sich wieder normalisiert. Schäden seien ihm keine bekannt, sagt Marco Baumann vom Thurgauer Amt für Umwelt gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. In den nächsten Tagen werden nun alle Dämme kontrolliert.

Anders sieht die Situation am Bodensee aus. Der Pegel wird in den nächsten Stunden noch steigen. Baumann geht allerdings nicht davon aus, dass er die Hochwassergrenze erreicht. Der Pegel des Zürichsees ist zwar bereits sehr hoch, steigt derzeit aber nicht mehr.