Geothermieprojekt kostet St. Gallen 44 Millionen Franken

Der St. Galler Stadtrat legt dem Stadtparlament eine Abrechnung der gescheiterten Geothermiebohrung vor. Insgesamt 60 Millionen Franken kostete die Bohrung, 16 Millionen Franken soll der Bund übernehmen.

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Bildlegende: Wie es am Bohrplatz weiter geht, ist offen. Geprüft wird die Förderung von Erdgas. Keystone

Mitte Januar wird sich das St. Galler Stadtparlament mit den Kosten der Geothermiebohrung beschäftigen. Sämtliche Kosten sollen nämlich in der Rechnung 2014 abgeschrieben werden. Der Stadtrat geht davon aus, dass der Bund 16 Millionen Franken von den Gesamtkosten von 60 Millionen Franken übernehmen wird.

Möglich sei, dass der Bund sogar mehr übernehme, so der zuständige Stadtrat Fredy Brunner im Interview mit der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz». In den Gesamtkosten eingerechnet sind fünf Millionen Franken, um das Bohrloch zu verschliessen sowie den Bohrplatz abzubrechen.

Noch ist allerdings unklar, wie es am Bohrplatz im Sittertobel weiter gehen soll: Die Stadt prüft derzeit, ob das Bohrloch zur Erdgasförderung genützt werden könnte. Dazu sind jedoch lange Tests nötig, die noch nicht angelaufen sind. Bis Ende Januar ist laut Fredy Brunner klar, ob solche Tests möglich sind und Sinn machen.