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Geplante Streichung Buslinie «Der Bus ist unser Zugang zur Welt»

Legende: Audio Wie wichtig ist der Bus? Ein Augenschein vor Ort. abspielen. Laufzeit 04:14 Minuten.
04:14 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 04.09.2018.

Drei Glarner Altersheime könnten in Zukunft vom Busnetz abgehängt werden. Dies passiert, wenn der zweite Vorschlag der Regierung zur Zukunft der Buslinien im Kanton durchkommt. Zwei Linien sollen gestrichen werden, welche zu den Altersheimen Bergli in Glarus, Bühli und Salem in Ennenda fahren.

Für uns wäre die Streichung der Buslinie eine Katastrophe. Sie ist unsere Selbständigkeit.
Autor: Paul SteinmannBewohner Alterszentrum Bergli

«Für uns wäre das eine Katastrophe», sagt Paul Steinmann, ein Bewohner des Alterszentrums Bergli. «Den Berg runter ins Dorf, das würde ich noch schaffen. Aber hoch macht meine Lunge nicht mehr mit.» Und so gehe es vielen Bewohnern und auch ihren Besuchern. Der Bus vom Pfrundhaus zum Bahnhof sei für sie ein wichtiges Stück Selbständigkeit und die Verbindung zur Welt.

«Auf dem Buckel der Senioren»

Das Argument der Regierung, die Linien rentieren nicht, kontert Max Blumer, ein täglicher Mittagsgast im Altersheim Bergli: «Am schlimmsten ist es, wenn man die älteren Leute nicht mehr ernst, nicht mehr wichtig nimmt und ihnen gegenüber Sparideen rücksichtslos durchsetzt.»

Ideen für rentablere Buslinien hätten die beiden Herren schon. Ein Minibus würde reichen und es bräuchte auch nicht stündlich Verbindungen.

Als nächstes berät der Landrat über den Vorschlag der Regierung und über die allfällige Streichung von Buslinien. Die Leiter der Altersheime machen sich mit Briefen an die Regierung und an die Landräte stark für den Erhalt der Linien.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Meinrad Daniel Jnglin (HouliMouli)
    Ich frage mich immer wieder wo all die Gelder hin fliessen die man vorher hatte. Aber die Antwort ist doch da: Die Gelder fliessen in die Geschäftsleitungen und Verwaltungsräte, z.T. mit Dienstfahrzeug und Chauffeur. Aber die Menschen im Altersheim müssen zu Fuss zum Bahnhof gehen. An die entsprechenden Entscheidungspersonen vom Kanton Glarus: setzt Euch an einen runden Tisch mit den Leitungen und Bewohnern von den Altersheimen und arbeitet eine Lösung aus die für alle zufriedenstellend sind.
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