Grosse Ehre für Appenzeller Alt-Bundesrat

Preise gibt es viele. Neu verleiht eine Stiftung zur «Förderung der eidgenössischen Zusammenarbeit» den Föderalismuspreis. Erster Preisträger ist ein Innerrhoder: Alt-Bundesrat Arnold Koller. Und der zeigt sich erstaunt.

Hansruedi Merz und Arnold Koller in fröhlicher Stimmung. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die beiden Appenzeller Alt-Bunderäte Merz und Koller haben gut lachen. Arnold Koller wurde geehrt. Keystone

Dieser Föderalismus-Preis wird von den Kantonen getragen.«Ich war ja in erster Linie Bundespolitiker. Dass die Kantone meine Arbeit anerkennen, freut mich ganz besonders», sagt Alt-Bundesrat Arnold Koller. Er erhielt die Auszeichnung anlässlich der Nationalen Förderalismuskonferenz in Solothurn.

Auf beiden Seiten des Röstigrabens

Nach eigenen Angaben musste die Jury nicht lange nach einem ersten Preisträger suchen. Der Name Arnold Koller habe sich aufgedrängt. Bereits in seinen jungen Jahren machte Koller persönliche Erfahrungen mit der Vielfalt des Landes. Mit «je einem Fuss auf beiden Seiten des Röstigrabens» habe er studiert und dabei in zwei unterschiedlichen Kulturen und Sprachräumen gelebt.

Vater der neuen Bundesverfassung

1999 sei es Arnold Koller gelungen, Volk und Stände von der neuen Bundesverfassung zu überzeugen, schreibt die Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit in einer Mitteilung an die Medien. Koller trat auch nach seinem Rücktritt aus dem Bundesrat als «überzeugter Föderalist» auf. So engagierte er sich fünf Jahre lang für einen Zusammenschluss von föderalen Staaten, dem neben der Schweiz neun weitere Länder angehören.