Hallenbad-Schliessung stellt Vereine und Schulen vor Probleme

Das Hallenbad Appenzell wird Mitte Dezember geschlossen. Aus Sicherheitsgründen und für immer. Schulen und Vereine müssen sich nach Alternativen umschauen, dabei ist Kreativität gefragt.

Aussenanschicht Hallenbad. Graue Fassade, blaue Aufschrift "Hallenbad" Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Hallenbad Appenzell ist in die Jahre gekommen. Keystone

Das Hallenbad Appenzell ist bald 40 Jahre alt – und das einzige im Kanton Appenzell Innerrhoden. Dass der Kanton ein Hallenbad braucht, ist denn auch unbestritten. Weil das Neubauprojekt aber wegen massiver Kostenüberschreitungen auf Eis gelegt werden musste und sich die Schliessung des Bades aus Sicherheitsgründen nicht länger hinauszögern lässt, stehen die Appenzeller ohne Hallenbad da – mindestens für drei Jahre.

Das stellt die Schulen und auch die Vereine, die regelmässig im Hallenbad Bahnen reservieren und trainieren, vor Probleme. Sie hätten sich mit möglichen Szenarien auseinandergesetzt, erklärt Maurizio Vicini, Schulpräsident der Schulgemeinde Appenzell. Auf andere Hallenbäder in der Region auszuweichen, sei schwierig, da diese selbst gut ausgelastet seien, erklärt er in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. Es gäbe aber noch die Möglichkeit, den Schwimmunterricht im Sommer im Freibad Appenzell durchzuführen oder während den Schullagern einige Schwimmstunden einzuplanen.

Schwimmclub muss Kurse streichen

Der Schwimmclub Appenzell hat sich ebenfalls nach Alternativen umgeschaut. Für die Wettkampfschwimmer sei eine Lösung gefunden worden, erklärt Präsident Felix Oberhänsli. Sie könnten in Hallenbädern in der Region trainieren. Auch ein Kursangebot im Freibad sei denkbar. Aber: «Gewisse Kurse werden wir streichen müssen.» Oberhänsli betont, dass es mit jedem Jahr, in dem Appenzell kein eigenes Schwimmbad habe, für den Schwimmclub schwieriger werde, zu überleben.