In St. Gallen wird weitergebohrt

In zwei Wochen geht das Geothermie-Projekt in St. Gallen in die nächste Phase: Es wird weiter nach Wasser gesucht. Dabei soll vorsichtig vorgegangen werden, damit kein weiteres Erdbeben ausgelöst wird.

Borhkopf vor dem Bohrturm in St. Gallen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf 4500 Metern unter dem Boden wird in St. Gallen nach heissem Wasser gesucht. Keystone

Im Juli lösten die Bohrungen des St. Galler Geothermie-Projekts ein Erdbeben aus. Die Bohrungen wurden gestoppt. Nachdem der Stadtrat beschlossen hatte, das Projekt weiterzuführen, wurde das Bohrloch gesäubert und im untersten Teil verstärkt.

In zwei Wochen geht die Suche nach Wasser weiter. Dabei wird ein vorsichtiges Verfahren gewählt, «damit wir nicht noch einmal eine Gas-Überraschung haben», sagt Stadtrat Freddy Brunner. Falls man bei den Bohrungen nochmals auf Gas trifft, wird versucht, dieses abzubrennen.

Sobald die Suche nach Wasser abgeschlossen ist, wird das Bohrloch versiegelt. Bis im nächsten Frühling entscheidet die Stadt, wie es mit dem Geothermie-Projekt weitergehen soll.